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Ultrasex

Mount Sims - Ultrasex

Redaktionswertung: 
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Sex und Musik

DJ Hells Label Gigolo ist eine der ersten Adressen für glamourösen retrofashioned Electropop. Man könnte auch schreiben: sie haben immer wieder einen neuen Trumpf, mit dem sie uns doch noch begeistern.

Matt “Mount” Sims ist Model und darüber hinaus auch musikalisch ausreichend begabt, um den Glamour der modernen Metropolen - Catwalks einmal mehr in den Clubs auszuleben. „Ultrasex“ heißt das Debütalbum der in Los Angels lebenden Androgynie und um allen Nörglern und Besserwissern gleich zum Anfang den Wind aus den Segeln zu nehmen, ist das ganze mit dem Sticker „This is not Fischerspooner“ versehen. Natürlich könnte man beide, auch aufgrund ihrer gemeinsamen Labelheimat Gigolo, in einen Hut werfen, aber der würde dann schief auf dem Kopf sitzen. Denn da wo Fischerspooner ihr Image vorwiegend als ein exzessiv auslebendes Künstlerkollektiv pflegen, versucht Mount Sims etwas Inhalt mit offensichtlichen Entertainment zusammenzubringen. Der Begriff „Ultrasex“ symbolisiert dabei Sex als Technologie, egal ob mit Maschinen oder Menschen, bei der die Grenzen so niedrig wie möglich gehalten werden. Musikalisch könnte Mount Sims auf TechnoPop reduziert werden; wer es böse meint, wird sicherlich „Electroclash“ schimpfen. Wie dem auch sei, es wirkt. Sex weckt immer ein gewisses Interesse und so wird auch Matt Sims zu seiner (doch auch verdienten) Aufmerksamkeit kommen. Besonders gespannt sein darf man übrigens auch auf den Remix seines weiblichen Gegenstücks Peaches. (jw)

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