How Does It Feel

MS MR - How Does It Feel

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Vor und zurück

"Hurricane" fegte 2013 etliche Wochen auch durch die deutschen Charts. Mit dem zweiten Album "How Does It Feel" bitten MS MR nun wieder zum ausgiebigen Synthie-Pop Tanz. Musik einer Ära, die doch eigentlich schon längst vorbei schien.

"Secondhand Rapture", das Debütalbum von Lizzy Plapinger (MS) und Max Hershenow (MR), war kurzweilig, unnahbar und immer ein bisschen mysteriös. Die Mischung aus Darkwave, Indie und Dream-Pop passte in die damalige Zeit und ragte doch aus ihr heraus: Frisch, eingängig und mit einer ganz eigenen Mischung enterten sie 2013 die nationalen und internationalen Charts. 

Auf "How Does It Feel" hat sich vieles geändert. Ursprünglich eher als Kunstprojekt gestartet, entwickeln sich MS MR zielstrebig weg vom Indie, hin zu astreinem Pop mit klarer Chartausrichtung. Die Darkwave-Anleihen sind verschwunden, stattdessen jetzt viel mehr Farbe im Sound. Wer aber denkt, dass die beiden New Yorker damit auf Nummer sicher gehen, der irrt. Das zeigt auch die erste Single "Painted", gleichzeitig der erste Track des Albums. Eine auf den ersten Blick nicht so eingängige High-Tempo Nummer mit ironischer Botschaft:

"What did you think would happen?"

MS MR - Painted

An die Eindringlichkeit von "Hurricane" von vor zwei Jahren kommt der Track nicht heran. Aber er zeigt eines: MS MR wollen Tracks schaffen, zu denen die Masse tanzt. Das Revival der Synth-Pop Disko?! Kann man sehen wie man will. Was aber wirklich überzeugt, sind auf "How Does It Fell" vor allem die Down-Tempo Nummern wie "All The Things Lost". Lizzy Plapingers Gesang wirkt, anders als auf den meisten der Songs, nahbar, verletzlich und gefühlvoll. Das ist eine neue Seite, die man von MS MR nicht gewöhnt ist und die ihr doch so fantastisch zu Gesicht steht. 

"How Does It Feel" zeigt keine komplett neue Band, aber eine, die sich verändert hat. Tanzbarer und frisch, mit glasklaren Popsongs, die beim großen Publikum gut gehen werden. Das Geheimnisvolle ist verschwunden. Aber sie haben neue Facetten gezeigt. Die wahren musikalischen Perlen werden wohl aber nur diejenigen wirklich zur Kenntnis nehmen, die sich das komplette Album anhören. 

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