Stockholm Syndrome

Murder - Stockholm Syndrome

Redaktionswertung: 
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Hoffnungslos
Der Bandname verspricht eigentlich nichts Gutes. Was Brutales und Zerstörerisches vermuten lässt, bietet fruchtbaren Boden für reine, klare Songgewächse. Ihre Hauptblütezeit: Herbst!

Das Dänen-Duo, das Hand in Hand und in legerer Hochzeitskleidung auf dem Cover seines Albums posiert, macht seinem Namen keine Ehre. Denn Jacob Bellens und Anders Mathiasen sind keine bösen Buben, sondern zwei Introvertierte, die nicht viel mehr als ihre Gitarren und Stimmen auf „Stockholm Syndrome“ erklingen lassen. Und mehr brauchen die beiden auch nicht, um Herzliches zu sähen und Gefallen zu ernten.

Der gute Nick Drake-Einfluss ist da zu hören und auch das Countryesque und Bluesige eines Bob Dylans natürlich nicht zu verheimlichen. Die Dänen ziehen förmlich durch die amerikanische Steppe und pflanzen dort eine Oase nordischer Unterkühltheit. Dort wächst und gedeiht dann aber durchaus Stimmungsvolles, mit dem das Dänen-Duo schlussendlich seinem Namen doch noch alle Ehre macht. Denn Murder ersticken die ersten Sonnenstrahlen des Jahres bereits im Keim. Da kommt kaum ein Hoffnungsschimmer auf und auch kein Freudengetaumel zustande. Genau so, wie es sich für ein brutales Herbstalbum gehört.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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