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Curve of the Earth

Mystery Jets - Curve of the Earth

Redaktionswertung: 
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Serienreif

Schon eine gefühlte Ewigkeit machen die vier Londoner von Mystery Jets zusammen Musik. Mitte Januar bringen sie ihr fünftes Album "Curve of the Earth" unter die Leute. Wir haben schon reingehört und sind dezent begeistert.

Das Jahr endete mit einem großen Coldplay-Bashing. Wir waren einer der wenigen, die A Head Full Of Dreams mehr als nur ein paar positive Aspekte abgewinnen konnten. Kollegen die es uns gleich taten, ließen sich an einer Hand abzählen. Bald ist 2016. Alles auf Anfang also.

Und dennoch fühlt man sich beim Opener von Mystery Jets' mittlerweile fünftem Album "Curve of the Earth" unweigerlich an die Mannen um Chris Martin erinnert. Dieser melancholische Optimismus liegt auch bei "Telomere", gleichzeitig die erste offizielle Singleauskopplung, in der Luft. Allerdings weniger opulent und bombastisch, führt er recht gemächlich ins Album ein.

Dieser Gemütlichkeit folgt das Highlight des Albums. Das mit Akustikgitarre, Drums und dezent eingesetztem Synthiesound eingeleitete "Bombay Blue" mutet zu Beginn recht unschuldig an. Dann mutiert Chris Martin zu Joey Burns (Calexico) und bringt uns diesen staubig-trocken angehauchten Desert Rock Sound, den wir von der Band aus Tuscon/Arizona so lieben.

Ein interessantes Gegenspiel entsteht; ein Zwiespalt aus akkurat-pointiertem Gesang und kontrolliertem Kontrollverlust. Doch nicht nur das Zusammenspiel aus Ordnung und Chaos beherrschen die vier Londoner, auch scheint es eine ihrer leichtesten Übungen zu sein analogen Instrumenten- und digitalen Synthie-Sound auf ihre ganz eigene Weise miteinander zu kombinieren.

"Bubblegum" rauscht auf einem Akustikgitarrenbett und dominanten Drums mit einer unverschämt ansteckenden Eingängigkeit und klassisch poppigem Arrangement durch die 4:25min. Der Track ist der Inbegriff einer perfekten Singleauskopplung. Wäre Scrubs nicht schon längst abgedreht, dieser Song hätte dort sicher einen würdigen Platz gefunden. Und dann verzeihen wir es Mystery Jets auch, wenn sie mit dem Schlusssong "The End Up" unverhohlen am Kitsch kratzen, dessen Grenze vielleicht sogar überschreiten. So what. Der Rest von "Curve of the Earth" weiß zu gefallen.

Je länger das Album dauert, desto länger werden auch die einzelnen Songs von "Curve of the Earth". Und desto mehr Spaß finden die Jungs scheinbar daran Geschichten zu transportieren und sich mit diversen Stimmen- und Instrumentenfiltern, wie in "Blood Red Balloon", einen immer größter werdenden Soundkosmos zu erschaffen.

Für alte und neue Fans von Mystery Jets verlosen wir zwei CD-Exemplare des neuen Albums. Schreibt uns einfach eine Mail mit euren Kontaktdaten.

"Curve of the Earth" erscheint am 15.01.2016 via Caroline.

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