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Electronic Beat Bitch

Näd Mika - Electronic Beat Bitch

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Elektropunk, provokant

Auffallen um jeden Preis! Das scheint die Devise von Näd Mika zu sein. Mit begrenzten musikalischen Mitteln, aber maximaler Provokationspower versucht die Bochumerin ihre Duftmarke auf der Poplandkarte zu hinterlassen.

Rohe, unbehauene Beats, plärrende Sequenzer, verzerrte Stimmen, die platte Slogans brüllen: Willkommen in der Welt des Electropunk, willkommen in Näd Mikas Welt. So richtig aufgefallen ist sie bisher eher aufgrund ihrer offenherzigen Live-Performances, bei denen sie mit Unterstützung ihrer Freunde Patsy Puh, Pam Pom und Master Clump so ziemlich jede mögliche sexuelle Orientierung auf der Bühne repräsentiert und auslebt. Damit und reichlich persönlichem Engagement hat es „Julie Was A Whore Lep“ nicht nur auf die Compilation-„Electric Pop“ geschafft, sondern konnte auch im Umfeld der „Berlin Insane“ Posse punkten. Wo Näd Mika musikalisch in die Fussstapfen von Peaches tritt, so schlägt sie konzeptionell den gleichen Weg wie Adriano Canzian ein. Der Star der Mailänder Schwulenszene hat letztes Jahr auf Gigolo Records mit „Pornography“ ebenfalls ein Album voller Provokationen, Anzüglichkeiten und praktischen Lebenshilfen in sexuellen Belangen veröffentlicht. Doch im Gegensatz zu Canzian, dessen roher Sound immer noch über das gewisse Extra an jacking Beats verfügt, wirkt Näd Mikas Electropunk wie der Schick längst vergangener Moden. Aber schließlich ist Bochum ja auch nicht Mailand… (fs)

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