Album

Lost On The River

The New Basement Tapes - Lost On The River

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Folk Supergroup

Ende der 60er Jahre hatte Bob Dylan seine produktivste Zeit und schrieb zahlreiche Songtexte. Die Supergroup The New Basement Tapes hat bislang unveröffentlichte Texte aus dieser Zeit in Musik übersetzt. Ein Experiment, das auch ohne den historischen Überbau funktioniert. 

Im Jahr 1967 schloss sich Bob Dylan mit seiner Band "The Band" in der Nähe von New York aufs Land und nahmen über einige Monate täglich bis zu 15 neue Songs auf. Die meisten in miserabler Soundqualität und auch textlich ist manches eher schnell improvisiert als ausgearbeitet. So auch die Texte, die The New Basement Tapes für ihr Album verwertet und die Musik dazu neu geschrieben haben. 

Was für Bob Dylan Ausschuss gewesen sein mag, ist auch heute noch für jeden anderen eine Steilvorlage. The New Basement Tapes, bestehend aus Elvis Costello, Jim James, Rhiannon Giddens, Marcus Mumford und Taylor Goldsmith hauchen den alten Texten Leben ein und vertonten sie unter der Regie von Dylans Tour-Gitarrist T Bone Burnett ganz im Stile des American Folk, detailverliebt und schnörkellos. 

Herausgekommen ist ein tolles, zeitloses Folk-Album, das eigentlich nur durch seine perfekte Produktion daran erinnert, dass es nicht aus den 60er Jahren stammt. Ein Album für die imaginäre Flucht auf endlose amerikanische Highways, das besonders dann funktioniert, wenn man den Namen Dylan einfach weg lässt und auch vergisst, welche Welthits in jener Zeit aus seiner Feder stammten und sich stattdessen nur auf die Musik konzentriert. 

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