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NNO

Nice New Outfit - NNO

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Konzentration auf Musik

That`s money well spent. Trotz zorniger Fugazi-Referenz im Bandnamen halten sich Nice New Outfit auf ihrem Debütalbum mit Ausbrüchen zurück. Sie lassen Melodien und Harmoniemuster sprechen und wortlosen Indiepostindierock für sich stehen.

"NNO" – schön verpackt, schlicht betitelt und im Umgang mit Worten sparsam – konzentriert sich auf Musik. Vorsichtig basteln Nice New Outfit Liedstrukturen, voller Sorgfalt konstruieren sie Arrangements. Oft genug fantasievolle Grundbauten aus Bass, Gitarre und Schlagzeug bilden die Basis für Akzente und Gastspiele eines umfangreichen Instrumentariums. Geduldig und mit Gespür für den richtigen Moment führt das Hamburger Trio durch sein Debüt, schwankt und taumelt ab und an ein wenig, bleibt plötzlich in anmutigster Pose stehen und lässt den Hörer seinen Weg hinaus allein finden. Nach dem herrlichen und actionreichen Auftaktstück "MMO" beruhigt sich das Album ein wenig, nimmt sich mehr Zeit und gönnt sich schöne Pausen. Doch der angenehmen Postrockidylle zum Trotz wäre ein wenig mehr Betrieb hier wünschenswert gewesen. Oft genug legt "NNO" im kreativen Spiel mit den Tönen dann doch nur oft und ähnlich gehörte Muster nach, die bei aller Schönheit in ihrem derzeit doch recht geballten Auftritten schnell für Überdruss sorgen können. Doch Moment: "Bei aller Schönheit", sage ich. In der Tat: Schönheit. (sc)

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