Album

Family Tree

Nick Drake - Family Tree

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Schwermütig und intim

Mit 26 Jahren nahm er sich das Leben und hinterließ drei großartige Alben: Nick Drake hat mit seiner Musik und seinen Texten gezeigt, wie wenig es bedarf, um einen nachhaltig bewegenden Eindruck zu hinterlassen.

Im Zimmer des Hauses seiner Eltern schrieb er Musikgeschichte: Nick Drake hat dort - irgendwo im Ländlichen zwischen Birmingham und Shakespeares Heimat Stratford upon Avon - das minimalistische, aber immer auch tiefgründige Singer/ Songwritertum nachhaltig geprägt. Auch wenn sich zu seinen Lebzeiten der Erfolg eher weniger einstellen wollte, hinterlässt er speziell mit seinem letzten Album „Pink Moon“ etwas Besonderes: Simples Gitarrenspiel trifft auf kafkaeske Texte, die desperat und dunkel aus einer poetischen Seele flossen. Seinem Lebenswerk wird posthum natürlich durch unzählige Bootlegs und Raritätensammlungen Tribut gezollt. Nun ist es scheinbar wieder an der Zeit, eine Erinnererungs-Compilation nachzulegen. Man kann von diesem Ausgeschlachte halten was man will – freuen kann man sich in diesem vorliegenden Fall aber wieder über Einzigartiges und Persönliches aus Drakes musikalischem Schaffen. 28 Stücke ergeben eine Kollektion aus Raritäten, Cover- und Alternativversionen in Homerecording- Intimität. Ein sehr persönliches, familiäres Album. Nicht zuletzt auch deshalb, weil auf diesem Album zwei Tracks zu hören sind, die von Nicks Mutter Molly geschrieben und umgesetzt worden sind. Kolossal fragil und schwermütig. (bb)

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