Novosibirsk Academic Symphony Orchestra

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Album

Taneyev: Symphonies Nos. 2 and 4

Novosibirsk Academic Symphony Orchestra - Taneyev: Symphonies Nos. 2 and 4

Label: 
Komponist: 
Sergej Tanejew
Interpret: 
Novosibirsk Academic Symphony Orchestra
Dirigent: 
Thomas Sanderling
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Symphonik zwischen Ost und West

Den Komponisten Sergej Tanejew kennt kaum jemand, aber als Schüler des großen Tschaikowsky und Lehrer von Skjabin und Rachmaninoff steht dieser Mann mit seinen Werken an einer bedeutenden Schnittstelle der russischen Musik.

Selbst sein Mentor Tschaikowsky drängte ihn, doch der extrem selbstkritische Sergej Tanejew (1856-1915) wollte seine Symphonie Nr. 2, deren letzter (vom Komponisten vollendeter) Satz unser Hörbeispiel bildet, partout nicht fertig komponieren. Die Gründe für diese Haltung sind nicht ganz geklärt, wahrscheinlich aber empfand der knapp 20-jährige Tanejew seine eigene Schöpfung als unreifes Jugendwerk. Dafür spricht die Tatsache, dass von den vier Symphonien, die Tanejew zwischen 1875 und 1898 komponierte, nur die letzte überhaupt eine Opusnummer erhielt.

Strenge, ein gute Portion Bombast, viel Blech und spätromantische Melodik – die Musik Tanejews läßt in vielen Passagen an berühmtere russische Komponisten wie eben Tschaikowsky, Borodin oder Mussorgsky denken. Zu den typisch russischen Attributen gesellt sich in Tanejews Musik allerdings noch ein weiterer Einfluß, der seine Musik deutlich westlicher klingen läßt: Die Herausbildung eines russischen Idioms interessierte ihn, den Tschaikowsky bewundernd „den russischen Bach“ nannte, nämlich weit weniger, als die Fortsetzung der klassisch-romantischen Linie, die von den Großmeistern Mozart, Beethoven und Schubert vorgezeichnet worden war. Ein musikalisch höchst interessanter Mix stilistischer Einflüsse also, der vom Novosibirsk Academic Symphony Orchestra (Naxos findet doch immer wieder gute Orchester, von denen man noch nie zuvor etwas gehört hat...) unter Thomas Sanderling präzise umgesetzt wird.

1 CD, ca. 79 Minuten