Album

Dring

Nôze - Dring

Redaktionswertung: 
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Großer Zirkus

Die beiden verrückten Franzosen von Noze haben ihr Herz an den Jazz verloren. Deshalb spielen sie jetzt nicht nur ausgewählte Gigs mit Bandverstärkung, sie lassen auf ihrem zweiten Album „Dring“ auch die Improvisations-Sau raus.

„C'era Una Volta“, der erste Song auf „Dring“, wiegt einen mit sanft schaukelndem Beat und großartig synkopiertem Bläsersatz in eine ähnliche entrückte Stimmung, wie sie zuletzt Henrik Schwarz auf seinem Dj Kicks-Mix einfangen konnte. Das hier ist nicht House, Noze gehen auf ihrem zweiten Album viel weiter zurück, und begreifen Jazz als Ursprung aller Clubmusik.

Dass das bei Ezechiel Pailhès und Nicolas Sfintescu um einiges verspielter und weniger ernsthaft abläuft, als das schwere Wort vom Jazz suggeriert, dürfte klar sein. Noze haben mit Hilfe ihrer Mitmusiker und Gästen wie Riva Starr, Wareika oder Dop ein derart lässiges und zugleich anrührend musikalisches Album eingespielt, dass man sich fragen muss: Wieso sind bisher Heerscharen von Jazzern so grandios daran gescheitert, sich ein bisschen Clublockerheit anzueignen? Wie es gehen kann, zeigen Noze, auch wenn der minimalistische Ansatz ihres ersten Albums inzwischen der ungebändigten Spielfreude Platz machen musste.

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