Collaborative Works

Ólafur Arnalds & Nils Frahm - Collaborative Works

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Klangharmonie

Als Genre- und Labelkollegen standen sie in den letzten Jahren immer wieder gemeinsam auf der Bühne, haben sogar zwei EP's veröffentlicht. Jetzt folgt das erste reguläre Studioalbum "Collaborative Works" von Ólafur Arnalds und Nils Frahm.

Es war ein Dienstag im Juli. Ort: Berlin. Im Stadtteil Wedding trafen sich zwei Musikerseelen, introvertiert, zurückgezogen in ihrer eigenen Klangwelt um, mal wieder, zusammen zu improvisieren. Solche kreativen Gelegenheitstreffen fanden in den letzten Jahren immer wieder, in letzter Zeit immer häufiger, statt - mal in Berlin, mal in Reykjavik. So weit Ólafur Arnalds und Nils Frahm räumlich gesehen auch getrennt sein mögen, so viel näher stehen sie sich, wenn die Musik ins Spiel kommt.

"Collaborative Works" ist nach zwei EPs das erste gemeinsame Studioalbum der beiden Elektronikromanciers. Nils Frahm steht für feinsten Electronica-durchsetzten Pianosound, zeichnete sich jüngst für den Soundtrack der deutschen Produktion "Victoria" verantwortlich. Arnalds' Einschlag geht mehr in Richtung Ambient. Beide zusammen harmonieren fabelhaft miteinander.

Das Artwort ist schlicht, in weiß und schwarz gehalten. Und doch ist sofort klar, dass man in seinen Händen ein ganz besonderes Stück Musik hält. Verzaubert von Frahms Klangwelt mischen sich in die Songs beatlastigere Passagen - etwas zum anfassen. Doch ehe man versucht hat diesen Moment gedanklich und emotional festzuhalten, schwimmt der Sound schon weiter zum nächsten Traummomentum.

Der erste Teil der Werksammlung besteht aus einer Zusammenstellung der EPs. Nichts neues, trotzdem zu unfassbar schön, als das man gewillt ist, die CD schnell wieder aus dem Player zu nehmen. Bei den neuen Stücken nimmt das Piano einen noch größeren Spielraum ein. Klar und unverfälscht hallt der Klang in die im Hintergrund projezierten Soundwelten, reißt sie auf, bringt Licht hinein, ehe sich der dunkle Vorhang einen Moment später wieder schließt.

Entspannungsmusik: Diese Musik wirkt besser als jedes Schlafmittel

Dieses Album, "Collaborative Works", offenbart das Innerste zweier Musikästheten, eine Liebe an gemeinsamen kreativem Output, welcher nicht viele Worte bedarf. Nur einen Plattenspieler und dieses Album. Der Rest ergibt sich von selbst.

Trance Frendz — An evening with Ólafur Arnalds and Nils Frahm zeigt dokumentarisch diesen oben beschriebenen Abend, an dem Teile des Albums aufgenommen wurden. Die sehenswerte Dokumentation ist frei verfügbar:

Download & Stream: 

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