One Second Bridge

One Second Bridge - One Second Bridge

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Die Ästhetik des Verglühens
One Second Bridge aus Barcelona spielen Indietronics. Es scheint, als ließen einige Tracks dabei E-Gitarren sanft verglühen.

Das neue City Centre Offices-Sublabel Büro möchte sich im Gegensatz zum Electronica-Hauptsitz den eher akustischen Sounds zuwenden. One Second Bridge aus Barcelona passen da perfekt hin. Denn vordergründig klingen sie nach Stone Roses und Mojave 3 in – meistens jedenfalls - instrumental. Und sie vermitteln gleichzeitig immer das Gefühl, die meiste Zeit ihres Lebens hinterm Laptop zu verbringen. One Second Bridge bestehen aus Vicente Garcia Landa und Matias Bieniaszewski. Die beiden Südamerikaner sind der Musik wegen in die spanische Pop-Hauptstadt gezogen. Zusammen frönen sie ihren Indie-Leidenschaften: die Stücke auf ihrem Debüt-Album pflegen eine Ästhetik des Verglühens, wie sie auch von Slowdive, Jesus And Mary Chain oder den späten Spacemen 3 gefeiert worden ist. Der Track “Number 2“ zum Beispiel raubt dem Schlagzeug noch den letzten Muskel, indem selbst noch dieses perkussive Instrument für Flächen sorgt. Die Effekte spielen in dieser leisen Musik eben eine wichtige Rolle. Das gilt auch für den Chorus auf der E-Gitarre, der mit weiteren Verfremdungstricks dafür sorgt, dass sich dieses Stück irgendwann in der Weite verliert. Feinfühlig wie auch das hier zum Download bereit stehende "Sucio Cielo Azul". (cb)

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