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Replica

Oneohtrix Point Never - Replica

Redaktionswertung: 
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herausragend
Großstadtambient

Gerade hat man „Channel Pressure“ von Ford & Lopatin verdaut, da veröffentlicht Synthietüftler Daniel Lopatin schon das nächste Album. „Replica“ erscheint unter seinem Alias Oneohtrix Point Never und bietet Ambient, wie man ihn schon lange nicht mehr gehört hat.

„Replica“ ist Schnipselkunst. In bester Cut-Up-Manier klebt Lopatin die Samples zusammen, auf denen seine Songs basieren. Störung und Entstörungen gehen in seinen Ambientsongs immer Hand in Hand: Verfremdung trifft auf sorgfältig Arrangiertes; Stimmen, deren Worten Lopatin in so kleine Silben zerhackt, dass sie keinen Sinn mehr ergeben, werden durch warme Bässe und sanft pluckernde Drums zusammengehalten.

Dabei ist „Replica“ zunächst ziemlich unzugänglich, überwiegen die Verfremdungen und Störungen. Wie in einer fremden Stadt wird man mit Misstönen konfrontiert, wirkt die Umgebung unwirtlich und ungewohnt. Mit der Zeit findet man sich aber besser zurecht, weiß wie sie tickt und klingt. Über zehn Tracks führt einen Lopatin süber verschlungene Pfade durch seine Stadt. Manchmal kreuzt er dabei Straßen so breit wie Autobahnen, aber meistens führt er einen auf kleinen Pfaden, unter vielen Umwegen an Wegpunkte, die man alleine nicht gefunden hätte.

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