Peter Cornelius: Der Barbier von Bagdad

Peter Cornelius - Peter Cornelius: Der Barbier von Bagdad

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Komische Oper aus der deutschen Spätromantik
Peter Cornelius war ein radikaler Verfechter der neuen Wege, die Richard Wagner und Franz Liszt in der Musik gegangen sind und einer der namhaftesten Epigonen dieser "neudeutschen" Kompositionsschule. "Der Barbier von Bagdad" ist sein bekanntestes Werk.

Peter Cornelius (1824-1874) war ein deutscher Komponist und Dichter. Ab 1851 war er in Berlin als Musikkritiker tätig und trat vehement für die sogenannte "Neudeutsche Schule" der Musik ein, deren herausragende Exponenten Richard Wagner und Cornelius` Lehrer Franz Liszt waren. Die von Liszt geleitete Uraufführung seiner Oper "Der Barbier von Bagdad" geriet am 15. Dezember 1858 in Weimar zum Eklat, weil fanatische Liszt-Gegner die Aufführung störten.

Cornelius, der ab 1867 in München Rhetorik und Harmonielehre unterrichtete, bezeichnete sich selbst als "Dichterkomponist". Tatsächlich hat er die poetischen Texte zu den meisten seiner Liedschöpfungen, für die er heute hauptsächlich geschätzt wird, selbst verfaßt. Unser Hörbeispiel, eine Nummer für Chor, Solisten und Orchester, die im "Barbier" unmittelbar auf die Ouvertüre folgt, zeigt deutlich, dass sich Cornelius, mittels des kompositorischen Rüstzeugs, welches er von Wagner und Liszt mitbekommen hatte, auch in größeren Formen zurechtfand. In einer Hinsicht ist sein "Barbier von Bagdad" etwas ganz Besonderes, die große Ausnahme: In der deutschen Spätromantik gab es nämlich nicht gerade viele Opern, die einfach nur witzig sein und unterhalten wollten. Und das auch fertigbrachten.

2 CDs, ca. 102 Minuten

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