A Descent Into the Maelström

Philip Glass - A Descent Into the Maelström

Redaktionswertung: 
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Neues Album des Kultkomponisten
Philip Glass macht Geräusche, macht Rhythmen, macht kleine Stücke voller Ideen, Soundscapes und epische Klangmonster. Mal freundlich, mal hundsgemein. Mal was für zwischendurch, mal schwer zu verdauen. Mal irgendwo dazwischen. Wie bei "The Maelström".

Ob er mit Paul Simon oder Suzanne Vega für das Album "Songs of Liquid Days" an klassischen Songs arbeitet oder sich mit "Einstein on the Beach" eine fast fünfstündige Oper erlaubt. Ob er zehn Minuten lang nur musikgewordenes Raunen zelebriert oder wunderbare Pianostücke spielt: Philip Glass kann man kompositorisches Können ebenso wenig absprechen wie Innovation, was neue Klänge und das Zusammenspiel derselben angeht. Wer sonst würde einen Chor zum bloßen Rhythmusinstrument machen? Und - um mal beim aktuell vorgestellten Song zu bleiben - wer würde aus einer Komposition, die nach einem Orchester und epischen Arrangements schreit, ein enervierendes Stück Synthesizer-Exzess machen, das klingt, als hätte sich ein übereifriger Midi-Fan an eine Speicherplatz sparende Neuinterpretation klassischer Musik gemacht? Ganz ehrlich: Durch die Wahl des Instruments klingt "The Maelström" als Einzelsong nicht weniger als schrecklich. Das muss aber so sein, damit es im Ganzen funktioniert: "A Descent Into the Maelström" ist eine Musical-Ballet-Theater-Interpretation der gleichnamigen Edgar Allan Poe-Geschichte. Von Glass 1986 geschrieben, musste sie zu ihrer aktuellen Veröffentlichung teilweise neu eingespielt werden. Das Resultat: Eine timinggenaue Mischung aus Live- und Studioaufnahme. (sc)

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