DJ Kicks

Photek - DJ Kicks

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Zurück im Orbit

Photek eröffnet ein weiteres Jahr „DJ-Kicks“ mit einem Mix, der zeigt, dass Drum'n'Bass endgültig in der Nische verschwunden ist. Und selbst seine bekanntesten Protagonisten heute unter dem Banner Dubstep elektronische Musik machen, die größeres kreatives Potential hat.  

Nein, es ist wirklich 2012 und nicht Ende der 90er Jahre. Einen Beitrag von Photek zur DJ Kicks-Reihe hätte man schon viel früher erwartet. 1997 zum Beispiel als Nicolette ihre DJ Kicks veröffentlichte. Oder 1999 als Kemistry & Storm dran waren und Drum'n'Bass das war, was seit einigen Jahren Dubstep ist: die avancierteste Form britischer Bassmusik. Doch 1999 saß Photek schon an seinem Album „Solaris“, dessen Deephouse-Attitüde nicht recht zu Drum'n'Bass passen wollte.

Zwölf Jahre sind seit Photeks letztem Album vergangen, wenn man die Compilation „Form & Function 2“ außer acht lässt. Zwölf Jahre, in denen Photek vor allem als einer der Wegbereiter von IDM und Drum'n'Bass mit mathematischer Präzision wahrgenommen wurde. Erst 2011 ist er wieder aufgetaucht, und knüpft seitdem mit EPs auf Tectonic und dem eigenen Label Photek Productions, an, wo er mit „Solaris“ aufgehört hat.

Folgerichtig ist auf seinem Mix kein einziger Drum'n'Bass-Track enthalten, dafür deepe Bassmusik, die nur eins mit Photeks Frühwerk gemeinsam hat: Ihre unterkühlte Atmosphäre, die auch zu Rupert Parks Begeisterung für Stanislaw Lem und „Solaris“ passt. Es scheint, als würde sich Photek erst jetzt, 15 Jahre nach seinem Debüt „Modus Operandi“, in der elektronischen Musik wieder finden. Dass in seinem Mix gleich fünf neue Tracks auftauchen, u.a. der Free-Download „No Agenda“, ist dabei die eigentliche Nachricht: Photek fängt gerade erst an!

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