Ephemeral

Piana - Ephemeral

Redaktionswertung: 
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Melancholie auf Japanisch
Popmusik aus Japan ist für unsere Ohren zumeist ein sehr extraordinäres Erlebnis. Selten wird Melacholie so zelebriert. Die Sängerin Piana kompnoniert mit akustischen und elektronischen Mitteln ein weltabgewandte Popskizzen.

Unter dem Pseudonym Morioka hat die Japanerin Naoko Sasaki vor einigen Jahren ihr erstes Album „Snowbird“ veröffentlicht, dass weltweit in den Underground-Kreisen mit viel Lob aufgenommen wurde und es immerhin auf rund 3000 Kopien brachte. Damit wird klar, es geht hier nicht um die schillernden rosaroten Popsongs wie man sie von japanischen Musikerinnen erwartet, sondern es geht hier um die andere, die dunklere und melacholischere Seite. Ein Kontrast für den das Land der aufgehenden Sonne auch steht. Wer die schwelgerisch verträumten Elektronika-Songs von Tujiko Noriko von ihrem letzten Tomlab-Album kennt, wird bei der Musik von Piana, Naoko Sasakis neuem Alias, ein Dejávu erleben. Die angenehm träge Atmosphäre, der selbst arrangierte Satzgesang der hellen Stimme und dazu wie im Stück „Early In Summer“ ein großes Streicher-Aufgebot – all das kennt man von Tujiko Noriko oder Múm. Und doch ist Piana weniger elektronisch und klingt mehr nach einer klassischen Singer/Songwriterin, die sehr persönliche Einblicke gewährt. Das zweite Album „Ephemeral“ hinterlässt insofern doch auch sehr eigene Spuren, die gerade im Winter ihren Reiz haben. (jw)

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