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This Summer For Free

PIAS Germany - This Summer For Free

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Hurra, Festivalsommer!

PIAS Germany lässt zusammen mit Festivalguide und Tonspion die Muskeln spielen. Mit einem Sampler vieler gesignter Künstler des Labels werden Musikfreunde auf den Festivalsommer eingestimmt. Die Sammlung, die es als Free Download gibt, gleicht einem musikalischen Streifzug durch die Festivals der Sommersaison 2011.

Dass sich PIAS Germany auf eine Musikrichtung versteift, das kann man dem in Hamburg sitzenden Label und Indie-Vertrieb nicht vorwerfen. Auf dem Sampler befinden sich 13 Musikstücke, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Aber alle haben eins gemeinsam: Sie gehören mit zum Feinsten, was der jeweilige Künstler bisher produziert hat.

Los geht es mit einer Nummer, die an Massive Attack erinnert. Das Duo Lulu Rouge haben aus dem ruhigen Piano-Stück „Riverside“ der dänischen Sängerin Agnes Obel eine feine Trip Hop-Angelegenheit gemacht. Die Electroband Crystal Fighters steuert dagegen einen fröhlichen Gitarrensong bei, der Sommer-Feeling transportiert. Episch wird es mit The Pain at being pure at Heart – mit „Belong“ ist schwelgerischer Indierock angesagt, bevor Other Lives mit „For 12“ eher die Sparter Singer / Songwriter bedienen.

Die australische Band The Middle East liefert mit dem „Hunger Song“ lupenreinen Country mit echt zerbrechlich-melancholischer Stimme. Etwas weiter zurück in der Musikgeschichte gehen Cloud Control mit dem „Meditation Song 2 (Why oh Why)“. Ein wenig Doors, ein bisschen The Mamas and the Papas, eine Prise Deep Purple und Black Sabbath und schon steht der epische Rocksong im Stile der 70er. Ein Jahrzehnt weiter nach vorn gehen die Engländer von Mirrors. Das Genre 80er Jahre Synthiepop wird mit dem Track „Ways to an End“ gewürdigt.

So abwechselungsreich geht es weiter auf dem PIAS-Sampler. Mogwai aus Schottland spielen ein Stoner-Rock-Instrumentalstück, Airship aus Manchester klingen dagegen, als hätten sie monatelang Placebo gehört, die übrigens ebenfalls über PIAS veröffentlichen. Ein Höhepunkt des Samplers ist sicherlich der skurrile und mit Funk-Elementen besetzte Hip Hop der Briten von The Go! Team, anschließend beweisen die drei Wunderkinder und Geschwister von Kitty, Daisy and Lewis, dass sie 50er-Rockabilly im Blut haben. Mit Enno Bungers Pop-Hyme „Ich kann’s nicht mehr hören“ und Gisbert zu Knyphausens Intellektuellen-Rock-Nummer „Sommertag“ wird der PIAS-Sampler abgerundet. Mit dieser tollen Musikauswahl kann der Festivalsommer nun beginnen. Und das ganze zum Preis einer Mailadresse, um euch auch künftig mit Neuigkeiten aus dem Hause PIAS versorgen zu lassen. Klingt nach einem sehr fairen Deal.

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