Artificial Tears

The Picturebooks - Artificial Tears

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Mit Leidenschaft Gewachsen

Herrlich, diese Zotteln, dieser Rauchzwang, dieses Feuer und diese Zielgerichtetheit. Den drei jungen Kerlen aus Gütersloh sieht man ihre Leidenschaft für Rock an - und man hört sie auch deutlich heraus, auf ihrem zweiten Album in zwölf Monaten.

Ihre Reputation im internationalen Rockbereich war von Anfang an hoch. Allerdings nicht, weil eine Maschine dahinter stand, sondern weil The Picturebooks auf einem erstaunlichen Level einstiegen: Kein Schülerband-Style, keine musikalische Pfadfinderrei, kein Gehype. Fynn Claus Grabke, Tim Bohlmann und Philipp Mirtschink weckten mit ihrem Debüt "List Of People To Kill" die hiesigen Rockschnarchnasen, die britische Ballermannpresse feierte das Trio ungefragt ab und jeder Club wurde rücksichtslos bespielt.

Celebrities? Profis? Workaholics? Nee, alles falsch! Mit der Ausnahme und dem Privileg, in den Papa Grabke-Studios den 24/7-Probe- und Aufnahmeraum eingerichtet zu haben, sind The Picturebooks eigentlich nur eines: Vollblutmusiker und Leidenschaftstäter. Und als solche legen sie nun ihr zweites Werk (innerhalb eines Jahres!) vor. Dabei haben sie sich musikalisch etwas ins Detail zurückgezogen. Es wird weniger die Grunge- und Punkrock-Brechstange gezückt, um auch mal den rauhen Tönen und wabernden Sounds einen Raum zu gestatten und zu gestalten. "Artificial Tears" ist nicht ganz so rumpelig und ungestüm, dafür weitaus abwechslungsreicher und gewachsener als sein Vorgänger. Mit der Arbeit Erwachsener hat das aber wenig zu tun, weshalb es auch nicht verwundern würde, wenn die Jungs ihr neues Werk heute schon als alten Hut bezeichnen. Denn die nächste Platte kommt bestimmt - und sicher sehr bald.

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