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All Love´s Legal

Planningtorock - All Love´s Legal

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Liebe ist legal - immer und überall

"All Love´s legal, you cannot legalize it": Janine alias Jam Rostrons alias Planningtorocks neues Album wartet mit prägnanten Textzeilen auf.

Die kanadische Allround-Künstlerin will mit "All Love´s Legal" aber mehr  als nur T-Shirt-taugliche Parolen verkünden. Zum einen entlarvt sie jegliche Reglementierung von Liebe, Leben und Identität als tyrannische, überkommene Farce ("Mysogyny Drop Dead", "Beyond Binary Binds") und stellt in "Let´s Talk About Gender, Baby" (das nur qua Titel an Salt'n Pepas Hit "Let´s Talk About Sex, Baby" erinnert) sogar postmoderne Gender-Theorien in Frage. Mit viel Sinn für Dramaturgie packt sie ihre Zukunftsvision "Partriarchy Over and Out" ans Ende des Albums.

Planningtorock - All Love's Legal (Preview)

Rostron/Planningtorock ist nicht nur an der Aufhebung von Geschlechterrollen gelegen, sie will außerdem zeigen, wo die Clubsounds herkommen, zu denen die weißen rich kids tanzen: aus der schwarzen Dancemusic nämlich, oft mit queerem Background wie bei Sylvester oder Prince.

"All Love´s Legal" verbindet konträre Elemente:  klassische Streicher treffen auf schwere elektronische Beats; Tracks wie "Steps" sind  tanzbar, aber man muss auf Stolperfallen gefasst sein. Planningtorock schiebt Breaks in den Flow und verfremdet so die Illusion des allgegenwärtigen Clubs - anders als ihre Kollegin Peaches, die ähnliche Ziele verfolgt, aber ungebremst und in-your-face agiert.

Planningtoropck - Misogyny Drop Dead On The Dance Floor

Apropos Verfremdung: Planningtorock ist Meisterin der Masken, sowohl bei ihren Bühnenkostümierungen als auch mit ihrer Stimme, die sie durch alle Filter schickt, die das Studio hergibt. Dass beispielsweise der dunkle Crooner-Gesang im Titelsong von ihr selbst stammt, merkt man erst nach mehrmaligem Hören.

Planningtorocks ambitioniertes Plädoyer für die wahre, weltumspannende, vorurteilsfreie Liebe erscheint passenderweise am Valentinstag: 14.02.2014

Alben

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Planningtorock - W

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Janes Labyrinth
Planningtorock, das Alter Ego, das sich Jane Rostron für ihr musikalisches Debüt auf DFA Records erschaffen hat, könnte auch aus Guillermo del Toros in jeder Hinsicht fantastischem Film „Pans Labyrinth“ stammen: ein seltsames Fabelwesen, dessen Stimme mindestens so unheimlich ist, wie seine äußere Erscheinung.

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Sehenswert: Die Videos der Woche

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