Album

Hobo Rocket

Pond - Hobo Rocket

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Unfertiges Meisterwerk

Was wird in Perth ins Wasser gemischt? Der psychedelische Retrosound, den die Stadt in letzter Zeit exportiert, lässt Bewusstseinserweiterndes vermuten. Nach dem grandiosen „Lonerism“ von Tame Impala veröffentlichen jetzt Pond ein neues Album – eine meisterhafte Jamsession.

Ursprünglich war Pond ein Seitenprojekt von Tame Impala, drei Leute teilten sich beide Bands zeitweise. Vor den Aufnahmen zu „Hobo Rocket“ ist Nick Allbrook, der Kopf der als Kollektiv organisierten Pond, bei Tame Impala ausgestiegen. Pond drücken auf „Hobo Rocket“ mehr aufs Gaspedal, in ihren überbordenden Psychedlic-Sound mischen sich Anklänge an Hardrock und scheppernden Garagerock.

Pond - Hobo Rock (Albumstream)

„Hobo Rocket“ ist alles andere als ein durchdachtes Album. Ähnlich unübersichtlich wie die ständigen Besetzungswechsel ist das fünfte Album von Pond manchmal unübersichtlich und überdreht – im doppelten Sinne. Aber im Kern der scheppernden Distortion-Opern lassen sich eingängige Melodien und Momente finden. Wenn Pond mal, wie in „O Dharma“, den Staub von ihren Instrumenten klopfen und die Fuzzbox auslassen, driften sie durch Sphären, in denen sonst nur die Flaming Lips unterwegs sind. Ein kleines Meisterwerk, unfertig und fahrig und genau deshalb so großartig.

Download & Stream: 

Alben

Ähnliche Künstler