Church Mouth

Portugal. The Man - Church Mouth

Redaktionswertung: 
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Aus Alaska nach Portland geflüchtet, in Deutschland fast auf die Nase gefallen und nun im Retrorock versackt. Eigen, aber keineswegs artig: Portugal. The Man in ihrer zweiten Version.

Verrückt klang es schon, dieses monströse wie auch filigrane Debütalbum der Alaska-Emigranten. Portugal. The Man schmetterten im letzten Jahr mit „Waiter: You Vultures!“ ein wildes Werk in die verbohrte Rockmusikwelt und peppten diese erfrischend auf. Die Frage, was danach noch kommen solle, muss sich der Nachfolger „Church Mouth“ deshalb auch gefallen lassen. Dann der Schock: Wo sind all die klanglichen Experimente, die ungewöhnlichen Strukturen, die bollernden Beats und die bezirzenden Popmelodien hin? Gefolgt von Erleichterung: Sie sind zu einer neuen Band verschmolzen. „Church Mouth“ ist das Ergebnis eines Sprungs in kaltes Wasser, den Portugal. The Man in Deutschland wagen mussten. Als sie zu ihrem Debütalbum hierzulande auf Tour gingen, wurde ihnen nämlich erst am Abend des Auftaktkonzertes klar, dass hier andere Showzeiten herrschten. Anstatt der gewohnten halben Stunde sollte man über die dreifache Zeitspanne das Publikum beglücken. Kurzerhand dehnte man also das Set aus und erfand sich in dieser musikalischen Freiheit neu. Das Ergebnis ist ein Band-orientiertes Album, das ohne jeglichen Firlefanz auskommt. Etwas psychedelischer, weitaus rockiger und den Blick viel tiefer in die Vergangenheit vergrabend, hat sich diese Band spontan umgekrempelt, ist dabei aber stets eigen und niemals artig geblieben. (bb)

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