Art Official Age

Prince - Art Official Age

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
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sehr schön
herausragend
Funk'n'Roll

Das jahrelange Verwirrspiel mit neuen Alben von Prince hat offenbar ein Ende. Erstmals seit vielen Jahren veröffentlicht er sein neues Album wieder ganz regulär bei einer großen Plattenfirma. Um es seinen Fans aber nicht zu einfach zu machen, bringt er sogar zwei Alben am gleichen Tag. 

Der kleine Prince liebt starke und schöne Frauen an seiner Seite. Früher musizierte er mit Wendy & Lisa, heute mit Hannah "Ford" Welton, Ida Nielsen, Donna Grantis alias 3RDEYEGIRL. Deren neues Album "PLECTRUMELECTRUM" repräsentiert die rockige, von Hendrix beeinflusste Seite des genialen Musikers, mit zahlreichen Gitarrensoli, aber auch ruhigeren Nummern. Das Album wurde überwiegend live eingespielt.

Wem der tanzbare sexy Motherfucker lieber ist, der wird das neue Album "Art Official Age" bevorzugen, das Prince zwar unter eigenem Namen, aber nicht alleine herausbringt. Die starke, schöne Frau an seiner Seite: Lianne La Havas, deren tolle Stimme auf einigen Songs zu hören ist. Das Album erinnert immer wieder an den Stellenwert, den Prince in den 80ern einmal inne hatte, als er der einzige Superstar war, der Michael Jackson das Wasser reichen konnte, bevor er sich in Streitigkeiten mit seiner Plattenfirma und diversen Namenswechseln verlor. 

Einige Songs wie "Clouds" oder "Breakdown" schließen an seine großen Alben an. Mit "Funknroll" serviert er sogar mal wieder einen echten Monstertrack, der die ganze Klasse von Prince demonstriert, der schon in den 80ern diesen furztrockenen Sound erfand, als alle anderen noch in ihren Halleffekten badeten. 

Wie auch schon in früheren Jahren ist das Album nicht durchgängig zwingend, auf einige Songs könnte man gut und gerne verzichten, vor allem dann wenn er versucht zeitgemäßen R'n'B zu machen.

Trotzdem ist ihm "Art Official Age" gut gelungen und es ist lobenswert, dass er es diesmal nicht nur als Zeitungsbeilage oder über eine US-Handelskette veröffentlicht, so wie seine letzten Alben, sondern sie allen zugänglich macht, die sich dafür interessieren.

Es lässt sich darüber streiten, ob nicht ein Album mit ein paar Lückenfüllern weniger ausgereicht hätte. Aber Prince wäre wohl nicht Prince, wenn er es uns leicht machen würde. 

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