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Only Built 4 Cuban Linx II

Raekwon - Only Built 4 Cuban Linx II

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Chefsache, zweiter Teil

Vor 14 Jahren war Raekwon nicht nur der "Chef" des Wu-Tang Clan, er stand auch mit seinem Soloalbum "Only Built 4 Cuban Linx" ganz oben. Das dritte Soloalbum eines Clan-Members zog zahlreiche Nachahmer nach sich. Selbst Raekwon scheitert mit seiner Neuauflage am Vorgänger.

Wie weit inzwischen die Bedeutung des Wu-Tang Clan geschwunden ist, zeigt ein Blick auf das Label, auf dem "Only Built II" erscheint. "Icewater" ist beileibe keine so große Nummer wie es Loud Records 1995 war. Irgendwann hat der Clan den Anschluss verpasst, wurde links von Hipster-Rappern und den Choppern aus dem Süden überholt, musste Boden an Eminem abtreten.

In seinen besten Momenten weckt "Only Built II" Erinnerungen an die große Zeit des Clans. Bestes Beispiel: "House Of The Flying Daggers". Hier ist alles drin, was den Clan Mitte der 90er Jahre zur unumstrittene Nummer eins machte: Samples aus Kung Fu-Filmen, lyrischer stream of consciousness und eine Handvoll talentierter MCs mit außergewöhnlichen Stimmen.

Die meiste Zeit wirkt Raekwons Rückkehr an seine Wurzeln aber wie ein Nostalgie-Trip. Das hat durchaus seinen Reiz, die schleppenden Beats von u.a. RZA, Pete Rock, Dr. Dre oder J Dilla schaffen die bedrohliche Atmosphäre, die den Vorgänger auszeichnete. Trotzdem bleibt Raekwons erster Soloritt unerreicht, macht der zweite Teil den Eindruck als wäre er das Produkt einer anderen Zeit.

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