Album

Intuit

Ramona Falls - Intuit

Redaktionswertung: 
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schwach
mittelmäßig
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herausragend
Ein Mann, eine Band

Dass Brent Knopf ein Multiinstrumentalist ist, hat er schon längst bewiesen. Mit seiner Band Menomena kann er Song für Song ganz eindrucksvolle Lieder davon singen. Aber wie man hört, geht das auch allein ziemlich gut.

Still sitzen kann dieser Sympath aus Portland vermutlich nicht. Wenn er nicht mit seiner bereits erwähnten Band Menomena Songs schreibt oder live um die Häuser zieht, produziert er Alben - wie zum Beispiel das großartige Dear Reader-Album "Replace Why With Funny".

Ramona Falls liegt zwischen seinen Band- und Produzentenaktivitäten: Es ist sein erholsamer Alleingang, seine beruhigende Einkehr auf dem Solopfad, auf dem er ausschweifen und locker lassen kann. So bastelt er sich auf "Intuit" Songs zusammen, die fragmentarisch hoppelnd und unorthodox strukturiert daherkommen, aber so ihren ganz eigenen "funky" Fluß entwickeln. Da hört man Menomena an der ein oder anderen krummen Ecke raus, aber das Spiel mit dem Pop lässt sich Knopf hier in den eigenen vier Wänden genauso wenig nehmen. Knopf zelebriert hier heimischen Kammerpop der ganz smarten Sorte.

Dass es ein reines Soloalbum geworden ist, muss man natürlich bei solch einer fein zu lesenden Liste helfender Hände relativ betrachten: Mitglieder von The Helio Sequence, Mirah, 31 Knots, Nice Nice, Dat'r, Dear Reader und einige mehr mischten da mit. Trotzdem muss man bescheinigen: Guter Mann einer guten Band - der auch ohne diese bestens zurecht kommt, weil da seine eigene, kleine Band in Knopfs Adern fließt.

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