Album

Red Seas Fire

Red Seas Fire - Red Seas Fire

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Exzellente Metalnerds

Werkstattmusik aus dem Süden Englands, Technikmetal mit Popklecksen - Das Quintett Red Seas Fire flanscht Metalstandards an originelle Maschinenriffs, setzt effektvolle Popakzente und gibt sich großzügig: Das selbstbetitelte Kurzdebüt gibt es komplett zum freien Download.

Nun verstößt "Red Seas Fire" natürlich klar gegen alle "No Clean Singing"-Richtlinien. Nur allzu gern schüttelt sich Sänger Robin Adams die beanspruchte Kehle frei, schickt seine Stimme himmelwärts und schafft Popmomente. Doch ebenso regelmäßig gelingt es der Band, diese Momente effektvoll und jenseits bewährter Grunzstrophe-Chorknabenrefrain-Schemata wirken zu lassen. Angeschoben von der stets aktiven Rifftektonik der Instrumentalisten schieben sich die sechs Debütstücke voran, kippen vom Pop ins Unwetter und zurück, stürzen sich wonnig in spektakuläre Technikdemonstrationen und wieder hinaus.

"While we all have lots of bands who influence still, we all rip off Meshuggah", sang Metalikone Devin Townsend kürzlich, und auch Red Seas Fire machen viel Gebrauch vom schweren, gegen den Rhythmus bürstenden Riff. Dazu packen sie ein wenig - ja, sagen Sie's ruhig - NuMetal-Federung, und viel Erinnerung an eine Zeit, in der Linkin Park den Pop im Metal noch nicht völlig ungenießbar gemacht hatten. Und Können, Können, Können. Red Seas Fire sind famose Metalnerds - Endorsements, Lernvideos und Zubehörausstellungen inklusive. Dieser Status macht sie sympathisch, doch es ist die Tatsache, dass dieses Können ihrer Musik nicht im Weg steht, sich nicht selbst genügt und den Metal-nach-Zahlen-Rahmen mit Wucht sprengt, die "Red Seas Fire" zum Ereignis macht.

Download & Stream: 

Ähnliche Künstler