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Red Snapper

Red Snapper - Red Snapper

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Letzte Lebenszeichen einer Legende

Im Jahre 1994 begann Red Snapper die Welt weiter mit dem Mischen von verschiedenen Stilen zu sensibilisieren. Grob gesehen, Jazzrock mit Elektronika. Nach ihrer Auflösung am Höhepunkt dürfte die Poesie hinter dieser Band unsterblich sein.

Das londoner Trio wird für kommende Poplexika der 1990er unentbehrlich sein. Mit Kontrabass, Schlagzeug und Gitarre lieferten sie einen jaminspirierten Jazz-Unterbau für die elektronischen Klänge sowie später auch Rap- und Gesangseinlagen und trugen maßgeblich zu der weltweiten Crossover-Sympathie bei. Sowohl ihre dancefloortauglichen und perfekt produzierten Alben als auch die an Jamsessions erinnernden Live-Shows wurden zur großen Begleitmusik für das letzte Jahrzehnt. Selbst Warp Records zimperte nicht lange und nahm den für dieses Label untypischen Sound mit an Bord. Red Snapper schafften es mit Jazz auf moderne Art umzugehen, abseits der Nu-Jazz Klischees straight und sperrig zugleich zu sein, schließlich aber als verbindendes Moment stets den Funk auszubreiten. Trotz vorwiegend melancholischer Stimmungen blieb der Sound von bedrückender Düsternis entfernt. Anfang 2002 beschloss die Band ihren Split, entdeckte allerdings bei erneuten Jamsessions wieder die Lust und veröffentlichte im Frühjahr dieses Jahres ein neues selbstbetiteltes Album mit sieben neuen Stücken plus unveröffentlichten Live-und Remixversionen. Was kommt, ist momentan wohl nicht eindeutig. Die Auflösung scheint zwar beschlossen, doch vielleicht bleiben uns Red Snapper als brillante Studioformation noch erhalten. (jw)

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