Album

@Reverend_Makers

Reverend & The Makers - @Reverend_Makers

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Kontinuität vs Stagnation

Trippelnde Beats, sphärische Synthies und akzentuierte Gitarrenarbeit: Der Reverend bittet auf seinem Longplay-Drittwerk nach dreijähriger Ruhepause wieder zum Tanze.

Drei Jahre lang hat John McLure aka der Reverend die Seele baumeln lassen und sich auf den Lorbeeren des opulenten 2009er-Outputs „A French Kiss In The Chaos“ ausgeruht. Nun ist Schluss mit ruhigem Atmen, denn schließlich schläft die Konkurrenz  nicht, und auch ein  Zitat wie „wir machen die beste Musik, die du je gehört hast“ kann heutzutage schnell zu bemitleidenswerten Kommentaren führen, wenn nicht kontinuierlich für musikalischen High End-Nachschub gesorgt wird.

Den vermeintlich über die letzten drei Jahre entstandenen Druck hört man dem Drittwerk „@Reverend_Makers“  aber kaum an. Luftig leicht wirbeln tanzbare Beats, Synthie-Spielereien und punktuell eingestreute Indie-Gitarrenarbeit über den Dancefloor und hinterlassen dabei massenhaft schwitzende Leiber.

Songs wie „Bassline“ „Warts N All“ oder das treibende „The Wrestler“, bei dem McLure seine Stimmbänder im Wohnzimmer von Peter Gabriel parkt, präsentiert den Reverend und seine Macher auf sicheren Pfaden. Lediglich das balladeske „Yes You Do“ blickt über den Tellerrand und sorgt kurzzeitig für ungewohnte Candlelight-Stimmung.

Der Reverend weiß mittlerweile wie er seine Pakete zu schnüren hat. Doch wer die eigene Messlatte, mit eingangs erwähntem Zitat, so dermaßen hoch anlegt, der darf sich nicht wundern, wenn sich bei der erwartungsfrohen Öffentlichkeit nach einem durchaus soliden, aber keinesfalls abgrenzenden Album, wie „@Reverend_Makers“, plötzlich Ernüchterung breitmacht. Kontinuität und Stagnation liegen bekanntlich nah beieinander.

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