Fuck It, Dude! Let's Get Wasted!

Rivershores - Fuck It, Dude! Let's Get Wasted!

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Das Leben ist wie die Musik, es hat Höhen und Tiefen. Die guten Momente, die zu glücklichen Erinnerungen werden, und die niederschlagenden Erlebnisse und Enttäuschungen, die dich verletzen und für immer verändern. Rivershores aus dem Ruhrgebiet kennen beide Seiten.

Ein bisschen frecher als The Gaslight Anthem und mindestens so hymnisch und gut wie Iron Chic oder Latterman. Rivershores kommen nicht aus den USA, sie klingen aber genau so. „Fuck It, Dude! Let’s Get Wasted!“ ist die Debüt-EP der vierköpfigen Band aus Fröndenberg/Unna und voller melodischer, herzerwärmender und positiv gestimmter Hardcore-Punk-Hymnen. Es geht um Orientierungslosigkeit, Unsicherheit und Einsamkeit. Es geht aber vor allem darum, sie zu bekämpfen und wieder okay zu werden.

„Since the night you’re gone, I can’t sleep all alone within a dim lighted room with/ Just my mind to loose“, bekennt Sänger Patte im räudigen Opener „Die Laughing Instead“, auf dem auch Astpai-Sänger Zock zu hören ist und schiebt die bestmögliche Eigentherapie gleich hinterher: „So if at all there is a way to suppress the dark in my mind/ It’s to forget the tears and just count the smiles/ It’s to remember our dreams and all the good times we had.“

Sich durch Niederschläge im Leben schleppen, aber niemals aufgeben und immer wieder aufstehen. Mit guten Freunden, bester Musik und zeitlosen Klassikern der Filmgeschichte, wie der Science-Fiction-Trilogie „Zurück in die Zukunft“, der Rivershores mit „If I Was Like Marty McFly (…)“ Tribut zollen: „I wish that I was like Marty McFly/ I would go back in time face the doubts in my life and beat that shit out of my mind.“

„Fuck It, Dude! Let’s Get Wasted!“ ist eine EP, mit der man Freundschaft schließen, sich in einer heruntergekommenen Bar betrinken und morgens in den Armen liegend den langen Weg nach Hause torkeln möchte. Das hier ist sechsmal melodischer und warmherziger Hardcore-Punk, mit dem man sich auch frierend und verkatert an der hinterletzten Straßenecke wie zu Hause fühlt.

„I’m so sick of this sickness inside/ So if it’s pain that gets me alive/ I chose headache over heartache tonight“, heißt es im abschließenden „Headache Over Heartache“, einer mitreißenden Hymne gegen all die Selbstzweifel und Unsicherheiten und für die feierlichen Nächte, in denen man niederschmetternden Herzschmerz mit viel Alkohol, Musik und guten Freunden bekämpft – und die Kopfschmerzen am nächsten Morgen als Erinnerung an das Gute im Leben mit einem Lächeln in Kauf nimmt. So geht aktive (und rezeptive) Musiktherapie.

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