Reality Killed The Video Star

Robbie Williams - Reality Killed The Video Star

Label: 
Redaktionswertung: 
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schwach
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herausragend
Ein Wiedersehen, kein Comeback

"Don't call it a comeback": Robbie Williams ist zurück und zeigt sich auf seinem neuen Album ausgeglichener denn je. Den Mainstream fest im Blick riskiert er mit "Reality Killed The Video Star" wenig und bleibt genau deshalb blass.

Was hat dieser Robbie Williams schon alles hinter sich. Eine bereits gefloppte Solokarriere nach seinem Ausstieg bei Take That riss er mit einem Welthit ("Angels") in letzter Minute nochmal rum und wuchs in der Folge zum erfolgreichsten Pop-Künstler Europas. Doch dann der Robbie-Overkill: zu viele mittelmäßige Platten, zu viele schlechte Berater und vielleicht auch zu viel Geld und Drogen brachten ihn wieder zum Wanken.

Nach längerer Auszeit nun also die Rückkehr ins Popbusiness mit einer guten ersten Single ("Bodies") und einem soliden Album, produziert von Trevor Horn, einem der erfolgreichsten und erfahrensten Produzenten im Geschäft. Der hatte bereits aus dem vermeintlichen One-Hit-Wonder Seal einen Popkünstler geformt, der für die ganze Familie kompatibel war und den schließlich auch Schwiegermutter Klum ganz bezaubernd fand.

Doch von Robbie Williams wünscht man sich immer mehr als nur das. Der begabte Entertainer braucht einfach mehr als nur zwei Handvoll guter Songs. Schließlich ist er ein überaus durchschnittlicher Sänger. Doch viel mehr als gute, teils recht altmodische Songs hat "Reality Killed The Video Star" nicht zu bieten. Zwingendes der Kategorie "Angels", "Let Me Entertain You" oder "Rock DJ" - Fehlanzeige.

Man wünscht sich fast, Trevor Horn hätte diese Platte mit George Michael gemacht (wo ist der eigentlich?) und Robbie würde sich nochmal überlegen, ob er jetzt unbedingt auf braven Pop-Saubermann machen muss. Denn irgendwie steht ihm das nicht so recht, so glatt und ganz ohne Ecken und Kanten. So bleibt als Fazit mal wieder: Wahrlich kein schlechtes Album, aber eben auch keines, das den hohen Erwartungen gerecht werden könnte.

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