Roosevelt

Marius Lauber alias Roosevelt ist ein deutscher Produzent und ehemaliger Drummer der Band Beat! Beat! Beat!. Der Guardian bezeichnete ihn einst als "der talentierteste Künstler, der sich je nach einem US-Präsidenten benannt hat" und auch sonst musste der Kölner vor seinem Debütalbum lernen, mit riesigen Erwartungen und Vorschusslorbeeren umzuegehen. Diesen konnte er jedoch definitiv gerecht werden und gehört deshalb momentan zu einem der vielversprechendsten Künstler aus dem deutschsprachigen Raum. 

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Aktuelles Album

Roosevelt

Roosevelt - Roosevelt

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Disco King

Zwei Dinge, die im Bezug auf dieses Album wohl nicht größer sein können: Erwartungen und Vorschusslorbeeren. Seit Jahren wird Roosevelt von zahlreichen Blogs als Next Big Thing fast zu Tode gehypt, die Fanbase ist beachtlich. Jetzt ist das heiß ersehnte Debüt da und muss halten, was andere versprochen haben.

Die Vorgeschichte von Marius Lauber aka Roosevelt liest sich gut: mit 18 ist er Drummer der Indieband Beat! Beat! Beat, startet Ausflüge in den Club - erst als DJ, dann als Producer, eine erste EP erregt die Aufmerksamkeit von Hot Chip-Mastermind Joe Goddard, es folgen Support-Gigs für eben diese und ein Signing beim Hauslabel Greco-Roman. Ziemlich viel für einen Mittzwanziger vom Lande. Aber wohl erst der Anfang für den Tatendrang von Lauber.

Vier Jahre ließ sich der gebürtige Viersener mit Wohnsitz in Köln für dieses Debüt Zeit, einen zweiten ersten Eindruck gibt es schließlich nicht. Nun legt er ein Album auf den internationalen Plattenteller, das es in dieser Form aus Deutschland nicht oft gibt. „Roosevelt“ glänzt mit einer üppigen Flut aus Zitaten und Referenzen quer durch die Geschichte der Clubmusik: von Italo-Disco zu French House, von den 70ern in die 80er und zurück. Ein Album, wie eine Hommage an den Dancefloor: Discokugeln und Nebelschwaden überall.

Doch das Album ist weder Kostümfest noch ironische Hipster-Version der ach so schrägen Disco Days. Lauber meint alles genau so, wie es klingt. Seine Liebe zu Pop und Disco, sein Respekt vor alten Helden wie Chic, Khan oder Moroder ist aufrichtig. Das hört man. Dieses Album ist so weit von einer cleanen Trend-Produktion entfernt wie nur irgend möglich. Warmer, analoger Sound und ein beeindruckendes Gespür für kleine, fast unhörbare Details verleihen ihm die Seele, die seine Vorbilder zeitlos werden ließ. Dabei klingt Roosevelt keine Sekunde nach gestern, er schafft den Spagat zwischen damals und heute, ohne dabei ins Straucheln zu geraten.

Völlig ohne Verluste funktioniert all der Zauber auf Albumlänge jedoch nicht, an manchen Stellen zitiert Lauber eher sich selbst, wirkt der Beat schon recht vertraut. Krasse Brüche oder die unerwartete Wendung sucht man vergebens. Auf „Roosevelt“ herrscht uneingeschränkte Harmonie, alles ist aus einem Guss und exakt getimed. Das könnte tatsächlich schnell ermüden oder sich abnutzen, wäre da nicht Laubers DJ-Erfarhung, die sich hier in Form eines nahezu perfekten Spannungsbogens zeigt: „Roosevelt“ gleicht der eingedampften Essenz einer guten Clubnacht; so ergibt dann auch der extrem homogene Aufbau Sinn und passt ins Konzept.

Auch im Nachtleben ist der Floor bekanntlich nicht alles und in der glitzernden Welt von Roosevelt ist neben dem Gebot der Tanzbarkeit immer auch Raum für Melancholie in Wort und Ton. „When you left, you took your colours with you“. Selbst hemmungsloser Kitsch („Fever“) behält so seine Würde und mündet in einem schier unangreifbar großen Refrain. Respekt.

Marius Lauber liefert mit gerade 25 Jahren im Alleingang (Songwriting, Produktion, Instrumente) ein geschlossenes, hochkarätiges Album von internationalem Format ab. Es ist noch Luft nach oben. Aber viel fehlt nicht mehr zur Perfektion. Und für dieses Quäntchen hat er ja noch sehr, sehr lange Zeit. Einstweilen: eines der schönsten Alben des Jahres. Chapeau!

 

"Roosevelt" erscheint am 19.8.2016 bei City Slang.

Live:

31.08.16 Berlin, Huxley's Neue Welt (im Rahmen des Pop-Kultur 2016)
13.10.16. Zürich, Papiersaal
14.10.16. München, Strom
15.10.16. Leipzig,Werk 2
17.10.16. Köln, Stadtgarten
18.10.16. Hamburg, Uebel & Gefährlich

Alben

Hold On/Night Moves

Roosevelt - Hold On/Night Moves

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herausragend
Exportschlager
Von Köln in die Welt: Roosevelt aka Marius Lauber gehört zu den viel versprechendsten Newcomern der Republik. Seine neue Single veröffentlichte er auf dem britischen Erfolgslabel Greco-Roman. 
Elliot

Roosevelt - Elliot

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Kölscher Caribou
Gigs in der Londoner Fabric und im Boiler Room Berlin, dazu mehr als 100.000 Plays für seinen Song „Soleil“ auf Soundcloud - Marius Laubers Soloprojekt Roosevelt hat seiner Band Beat! Beat! Beat! den Rang abgelaufen. Eine Single und die EP „Elliot“ haben nicht nur das Vereinigte Königreich verrückt nach dem Kölner gemacht.

News

Golf "Zeit zu Zweit"

Roosevelt remixt GOLF

Die Newcomer verschenken den Remix ihrer aktuellen Single
Kann ein Remix einen tollen Song noch besser machen? Kommt drauf an, wer den Job übernimmt. Bei der Fusion von GOLF und Roosevelt konnte jedenfalls nicht viel schief gehen.
Unser Sommerhit 2016: Roosevelt - Colours / Moving On

Unser Sommerhit 2016: Roosevelt - Colours / Moving On

Debütalbum "Roosevelt" im August 2016
Dass der Viersener Produzent Marius Lauber aka Roosevelt die große Kunst beherrscht, tanzbare Popmusik mit Seele zu machen, bewies er bereits vor Jahren. Im August 2016 erscheint sein Debütalbum "Roosevelt" und die erste Single "Colours" ist jetzt schon unser Sommerhit des Jahres. 

Videos

Roosevelt - Belong (Bild: Video / Youtube)

Roosevelt - Belong

Mit "Belong" sehen wir eine weitere Videoauskopplung aus Roosevelts gleichnamigem Debütalbum. Eine ungewöhnliche Neon-Ästhetik sorgt dabei dafür, dass sich der Clip gekonnt zwischen 80er und 2016 bewegt. 
Roosevelt - Sea (Bild: Video / Youtube)

Roosevelt - Sea

Roosevelt spendiert mit "Sea" einem weiteren Hit aus seinem Debütalbum eine audiovisuelle Komponente und präsentiert neben einer nostalgischen Optik auch einen Vierbeiner als Hauptprotagonisten des Clips. 
Roosevelt - Colours / Moving On (Bild: Video / Youtube)

Roosevelt - Colours / Moving On

Roosevelt schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe und präsentiert in seinem Video gleich zwei Songs aus seinem Debütalbum: Neben dem internationalen Hit "Colours" bekommt auch "Moving On" eine visuelle Komponente spendiert. 

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