Album

A Continual Search For Origins

Rothko - A Continual Search For Origins

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
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herausragend
Die Freundlichkeit der Stille

Von diesem Album ein einzelnes Stück als MP3 zu veröffentlichen, kommt fast schon einem Sakrileg gleich. Denn Rothko wollen Zeit für "A Continual Search For Origins". Sollen sie haben!

Selten ist mir ein Album untergekommen, das mich dermaßen auf dem falschen Fuß erwischt hat. Denn beim ersten Mal lief das während eines hektischen Arbeitstages im CD-Player. Leise. Hmm? Was kaputt?? Nein, das ist wirklich die Platte die da läuft und fast keinen Mucks von sich gibt. Zweiter Versuch: spät nachts. Draußen ist warm - es ist Sommer!! Hör ich schon Grillen zirpen und Meeresrauschen? Träum ich schon Töne? Nein, ich höre Rothko - vormals eine Band bestehend aus drei Bassisten(!), von denen nur noch Mark Beazley übriggeblieben ist und der mit neuen Mitmusikern an der Seite - im wahrsten Sinne des Wortes -vollkommen frei musiziert. Titel wie: "on the day we said goodbye", "this lake of hope", "fragile strands of home" oder "to other horizons" sagen schon sehr viel über die größtenteils instrumentalen Stücke und sind hier keine leeren Worthülsen, sondern Assoziationen, die mit der Musik von Rothko tatsächlich geweckt werden. "A Continual Search For Origins" ist eine beeindruckende, große und erstaunlich langsame Platte. Noch langsamer als die späten Talk Talk. Noch reduzierter. Und viel zu schade dafür, hier häppchenweise in MP3 vorgestellt zu werden. Deshalb gibt`s hier auch "nur" einen (tatsächlich von drei Bässen eingespielten) Bonustrack, der sich nicht auf dem Album befindet als ersten Hör-Eindruck in MP3. Erst staunen. Und dann: Platte kaufen und sich dann erstmal eine Auszeit dafür nehmen! Es lohnt sich.(ur)

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