Solar

Rubik - Solar

Redaktionswertung: 
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herausragend
Schillernde Dunkelheit

"Say hello to darkness" lässt sich im Artwork zu "Solar" lesen. Und obwohl Bandname, Albumtitel und die Musik bei Solar in erster Linie Farben versprechen, wäre ohne die Dunkelheit vielleicht nie so ein schillerndes Album entstanden.

Als Rubik, oder Rubik’s Cube, bezeichnet man im englischsprachigen Raum den bunten Zauberwürfel, der als Geduldsspiel von dem ungarischen Ingenieur und Architekten Ernő Rubik entwickelt wurde. Einen passenderen Namensgeber hätte das finnische Quartett kaum wählen können, denn wie bei dem Würfel schieben und drehen sich die Songs auf "Solar" bunt umher.

Nach einer kurzen Fanfare steigen Rubik voll ein und tauchen ab, in ihre Lieder aus Synthies, Rhythmik und Pop. Zwischen harmonischen Folkmelodien, 80er Quietsch-Sounds und der psychedelischen Note von Animal Collective, ist Rubik ein beschwingtes drittes Album gelungen. Dabei wurde "Solar" im heißen finnischen Sommer 2010, im Haus der Kulturen in ihrer Heimatstadt Helsinki, in einem Raum ohne Außenlicht aufgenommen. Dass die Finnen während ihrer Aufnahmen kein Tageslicht gesehen haben, möchte man kaum glauben. Doch vermutlich ist genau der sprichwörtlich anziehende Gegensatz die Komponente gewesen, die das dritte Album so unverkrampft und hell klingen lässt.

In der Begrenzung des Aufnahmeraumes ist ein offenes, weitläufiges und luftiges Album entstanden. Trotz frickeligen Strukturen und ausufernden Soundeskapaden sorgen Rubik stets für Harmonie und Ordnung. Mithilfe von Ben Allen (Animal Collective, Deerhunter) wurde dem Weirdo-Pop der letzte Feinschliff verpasst.

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