Supa Soul Sh*t

S3 - Supa Soul Sh*t

Redaktionswertung: 
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Transatlantische Seelen

Miles Bonny und Brenk Sinatra, ein US-Amerikaner mit softer Stimme und ein Wiener, der sich lieber mit Beats als im Wiener Schmäh ausdrückt. Mit „Supa Soul Sh*t“ haben sie das erste transatlantische Soulalbum für das Kölner Label Melting Pot Music aufgenommen, und klingen dabei so vertraut miteinander, als würden sie Tür an Tür wohnen.

S3 ist ein Projekt, das ohne das Internet nicht zustande gekommen wäre. So zirkulierten Brenk Sinatras Beats und Miles Bonnys Vocals so lange zwischen Kansas City und Wien, bis sie sich zum „Supa Soul Sh*t“ verdichtet haben. Die Vorbilder für „S3“ sind offensichtlich, von Georgia Anne Muldrow über Erykah Badu bis zu Flying Lotus flackern Reminiszenzen auf, im Innersten hält „Supa Soul Sh*t“ aber das zusammen, worum es bei Soul immer geht: Seele.

In den besten Momenten, und davon gibt es auf diesem Album verdammt viele, fließen Stimme und Instrumentals ineinander, sind ohne den anderen nicht denkbar. So klingt tiefes musikalisches Verständnis, auch wenn ein ganzer Ozean zwischen den beiden Protagonisten liegt. Dank Überzeugungstäter wie Miles Bonny und Brenk Sinatra muss man sich um die Zukunft von Soul keine Sorgen machen. Und für Brenk Sinatra sollten sich mit „Supa Soul Sh*t“ Türen zu neuen Produzentenjobs öffnen – im deutschsprachigen Raum gibt es nicht viele, die ihm das Wasser reichen können.

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