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Tainted Lunch

Safety Scissors - Tainted Lunch

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Gestern Techno heute Songwriter-Glück

Auch Matthew Patterson Curry aka Safety Scissors hatte seine Zeit in Berlin. Dort konnten einige spleenige Ideen scheinbar besser reifen als in seinem bisherigen Abstract-Techno-Umfeld. Popsongs macht er heute und Angst vorm Singen hat er auch nicht mehr.

Bereits auf seinem Debütalbum „Parts Water“ kokettierte er mit Pop-Song-Ansätzen und sang verhalten sowie schüchtern auf einigen Tracks. Zuvor produzierte er nahezu ausschließlich vertrackten Minimal-Techno und bewegte sich im Umfeld von Künstlern wie Sutekh, Twerk und Kit Clayton. Er galt und gilt stets als der selbstironische Querkopf in der elektronischen Musik, was ihn in jener sonst so übereifrigen und ernsthaften Szene, besonders sympathisch macht. Über zwei Jahre lebte er dann in Berlin und nahm sein zweites Album „Tainted Lunch“ auf. Dieses mal wesentlich selbst bewusster am Mikro und offensiver im Popappeal. Auch die Anzahl der Gäste, die sich Matthew Patterson Curry, ins Studio holte, änderte sich. Erlend Øye, Kevin Blechdom, Françoise Cactus von Stereo Total lud er für zusätzlichen Input ein. Beim Produzieren assistierten schließlich teilweise (A)pendics Shuffle und Vladislav Delay. Daraus konnte quasi nur ein Popalbum entstehen, das sich ganz auf Songsstrukturen konzentriert und Eingängigkeit zelebriert wie auch bricht. Mittlerweile ist Safety Scissors wieder in San Fransisco, was bleibt ist sein Album beim Berliner Label Scape Music. (jw)

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