Human The Death Dance

Sage Francis - Human The Death Dance

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Wenn der Tod einem auf die Schulter tippt, bleibt einem nur noch eins: den "Death Dance" zu tanzen und dem Tod damit etwas über sein Leben zu erzählen. Sage Francis hört sich alles andere als tot an, seine Stories haben trotzdem etwas von Rückschau.

Dieses Album ist ein Brocken. 16 Songs, vollgepackt mit Sage Francis präzisen, in zahlreichen Poetry Slams geschulten Raps. 32 eng bedruckte Booklet-Seiten mit Texten, Erklärungen, Verweisen, Zitaten und Dialogen, die einen tiefen Einblick in das Seelenleben des Sage Francis geben. Da bemüht man gerne noch einmal das längst abgelegte Wort "Seelenstriptease". Denn Sage Francis hält nichts zurück, nichts bleibt verhüllt, keine Depression zu düster, kein Mordgedanke zu blutrünstig, um ihn nicht auszusprechen. Entsprechend dunkel das Beatgerüst. Sage Francis liebt schleppende Grooves, scheppernde Snares, wavige Synths und knatternde Bassdrums.

Er bedient sich bei Blues und Folk, lässt sich von Filmkomponist Mark Isham unter die Arme greifen (Die beiden mit dem Komponisten des Scores von "L.A. Crash" entstandenen Songs sind demnächst auch auf dem Soundtrack des Films "Pride & Glory" zu hören). "Got Up This Morning" ist einer der eindrucksvollsten Songs auf "Human The Death Dance". Mithilfe eines bluesigen Gitarrenlicks, einer klagenden Mundharmonika und dem Bluegrass-Gesang von Jolie Holland schließt Francis den Südstaaten-Blues und HipHop kurz und liefert damit einen der Höhepunkte seines "Totentanzes". (fs)

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