Sharp Edges

Same Actor - Sharp Edges

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Mix statt Remix

Abstrakte Sitar-Elektronik aus London. Auf seiner Homepage verrät uns Chris Cook, der Mann hinter “Same Actor”, das Ziel seines neuesten Projekts: »Soundscapes on the fly with no pre recorded or pre sequenced material«.

Das heißt: Cook stöpselt seine Sitar in den Laptop. Dann wird gezupft, geschrammelt und geschlagen und vor allem eines: am Computer bearbeitet. Live funktioniert das genauso: Nichts kommt vom Band, außer der soeben eingespielte Loop. Die mitunter nervigen Clicks und Cuts vergleichbarer Frickler sind bei Cook mathematisch präzise Dekonstruktion, mit der stellenweise sogar so etwas wie Groove erzeugt wird. Etwa wenn eine verzerrte Dulcimer und billiger Synth-Beat eine spannungsgeladene Beziehung entfalten oder wenn er repetitive Elektromuster ins Kammermusikalische driften lässt. Kein Track gleicht dem anderen: mal zitiert Cook Minimal, mal dekonstruiert er. Oft ist Cooks Musik aber einfach nur unglaublich gute Improvisation. Manchmal erinnern die endlosen Modulationen an Steve Reich. Dann wieder, wenn er eine monotone Schrammelgitarre als Rhythmus- und Melodiegeber gleichzeitig einsetzt, wandelt er auf den Spuren von Jim O´Rourke. Bei aller dieser Vielfalt wird Cook aber nie beliebig. Alle Tracks tragen unverkennbar die gleiche Handschrift. Die beiden Downloads “Jaune” Part 1 und 2 belegen das aufs eindrucksvollste. „I think I know what happens next“ und “Spirit Of Gravity” gehen eher ich Richtung Abstract (md)

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