Adore Life

Savages - Adore Life

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
loud, quite loud!

Die Erfolgsgeschichte von Savages begann 2011. Zwei Jahre und ein fantastisches Debütalbum später sinnieren die Londoner auf Maximallautstärke über die großen Themen Wandel und Veränderung.

"Mit ihrer Intensität bringen Savages Post-Punk auf ein neues Level." Kramt man unseren alten Review zum Debütalbum des Londoner Quartetts aus der digitalen Schublade, bleibt einem nichts anderes übrig als solchen Aussagen noch immer vorbehaltlos zuzustimmen. Savages schufen mit Silence Yourself ein Meisterwerk.

Und vollbrachten selbiges, indem sie mit ihrem einzigartigen Hardcore-, Metal- und Noise-infizierten Post-Punk die Top 20 der britischen Charts enterten. Als Independent-Band mit harten Gitarren in die Charts? Das funktioniert wohl nur auf der Insel.

So langsam bröckelt nun die ohnehin schon löchrige Mauer, die mehr schlecht als recht den nächsten großen Ansturm der Londoner zurückhält. Freitag stürzt diese endgültig in sich zusammen. Und wir dürfen verraten: schon heute lohnt sich das Entgegenfiebern.

"Adore Life" - mehr Fazit als Aufforderung - vereint erneut Distortion und krachende Gitarren mit einer glasklaren Produktion. Damit schufen sich Savages vor drei Jahren ein Alleinstellungsmerkmal. Warum also die Rezeptur ändern. Von Sekunde eins an schlägt "Adore Life" in die Magengrube und lässt "headbangen" als gesellschaftlich akzeptiertes Phänomen beim Weg zur Arbeit/Schule/Uni/....wiederauferstehen.

Thematisch geht es dabei um allgegenwärtige Themen wie Wandel und Veränderung. Rückschläge, Selbstzweifel, Ängste und wie eben jene überwunden werden können. Wirkt ein bisschen wie "Coming of Age"-Themen für Erwachsene. 

"The Answer" eröffnet den lauten Reigen. Dass Savages aber nicht nur "loud, quite loud" - so beschreibt die Band ihren Stil auf Facebook - können, zeigen sie im zweiten Song "Evil". Ein verflucht eingängiger Indierock-Sound, welcher nicht im Geringsten eine Band erahnen lassen, die gern mal über die Strenge schlägt.

Diese Melange aus Freude an rhythmischen Arrangements und panischem Kreischen, Heulen, Brüllen und Ausrasten machen "Adore Life" zu einem mehr als würdigen Nachfolger von "Silence Yourself". Und wer sich beim Hören die ganze Zeit fragt, warum einem selbst bei harmlosen, poppig angehauchten Arrangements eiskalte Schauer über den Rücken laufen, der achte doch gern mal auf den hintergründigen Basslauf von Ayse Hassan. Wie ein hungriges Monster steht der im Schatten und wartet nur drauf nach vorne zu preschen und alles einzureißen. Fantastisch. Und gruselig. Großes Klangkino.

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