Album

The Goal Is To Make The Animals Happy

SDNMT - The Goal Is To Make The Animals Happy

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Den Vogel abgeschossen

Ja, die Vokale und auch ein T sind futsch und die Songnamen allesamt sehr ulkig. Dafür finden SDNMT auf ihrem neuen Album aber stets die richtigen Töne und Worte.

Und ja, im Vorfeld dieses Albums ist natürlich auch viel passiert. So etwas gehört sich nun mal für das Drittwerk einer jeden guten Band: SDNMT aka Seidenmatt hatte mit sich zu kämpfen, sich auf den Kopf gestellt, selbigen zerbrochen, Altes zerfleddert und sich neu herausgeputzt. Auferstanden ist eine Wohlklangkommune, die natürlich, unbekümmert und frisch wirkt – und die Welt mit ihrem bis dato besten Album umarmt.

Mehr Bauch und weniger Kopf ergeben plötzlich mehr tanzbare Melodievielfalt und weniger stockendes Taktieren. Wer redet hier also noch von Postrock? Das ist Indierock mit elektronischer Detailverliebtheit und ganz viel Popappeal, wie es die Welt an ihren kanadischen Kollektivbands so schätzt und liebt. Auch der Gesang, den die Berliner nun gottlob mehr für sich entdeckt haben, spricht eine deutliche Sprache: Die richtigen Worte am richtigen Ort und alles wächst zusammen, rückt näher zueinander, wird intimer.

SDNMT und damit auch ihr Label Sinnbus haben mit diesem Album den Vogel auf wunderschöne Weise abgeschossen: Denn „The Goal Is To Make The Animals Happy“ beweist (wie auch schon Bodi Bills „No More Wars“) die internationale Größe dieses Labels und dieses Bandkollektivs ohne Vokale. (bb)

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