Album

Birds & Plants & Rocks & Things

Seelenluft - Birds & Plants & Rocks & Things

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Tears on the dancefloor

Es beginnt mit einer Cover-Version und endet mit einem entrücktem Instrumental. Dazwischen liegen ungefähr 40 Minuten eines wundersam gelungenen Albums.

Sich gleich zu Beginn als Opener mit dem America-Oldie anzulegen ist äußerst mutig. Aber Florian Horwath - der nach Grom ("My heart is a rocket") seine Stimme wieder einmal einem Elektronik-Projekt leiht - entlockt dem Stück eine bis dato unbekannte Melancholie, wovon es sich mit dem hier verlinkten Download zu überzeugen gilt.

Was folgt, ist ein wirklich großartiger Spagat zwischen Songwriting, Pop und Club: das Schweizer Mastermind Beat Solèr kreiert einen Sound, der sich breitbändig vor einem aufstellt, um sich dann verständnisvoll zu einem herunter zu beugen. Dieses Bild sei erlaubt, denn in den Tracks von Seelenluft spiegelt sich einerseits eine abgehobene Arroganz sowie gleichermaßen tiefgründige Sensibilität und sehnsüchtige Romantik wider. Und das Stück "Fantasy" steht dabei repräsentativ für die ganze Platte: fragil, aber keineswegs bescheiden.

An anderer Stelle verleiht Sängerin Julie Lee der Gesamtheit eine unbeschwerte Lässigkeit, und selbst eine Brise Ironie wird mit dem Barry White´eskem Pop-Chanson "Comme Dans Un Rêve" geboten.

Letzten Endes ein vielseitiges, brilliant produziertes und feinfühlig arrangiertes Album, der Seelenluft von dem gutem Geist befreit, den er damals selbst gerufen hatte: seinem Über-Track "Manila".

Jan Schimmang / tonspion.de

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