Black Up

Shabazz Palaces - Black Up

Redaktionswertung: 
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Alien im Orbit

In einer Neuauflage von Kodwo Eshuns Buch „More Brilliant Than The Sun“ über Afrofuturismus in der Popmusik, müsste er dringend ein Kapitel für Shabazz Palaces einbauen. Ishmael „Butterfly“ Butlers Album „Black Up“ kommt von ganz weit draußen.

Allzu oft kommen einem Alben wie dieses nicht in die Finger. Dass für „Black Up“ andere Regeln gelten, zeigt ein Blick aufs Label (Sub Pop) und Songtitel wie „A Treatease Dedicated To The Avian Airess From North East Nubis (1000 Questions, 1 Answer)“. Shabazz Palaces konstruiert auf „Black Up“ einen einzigartig kohärenten Soundkosmos, in dessen Orbit Sun Ra neben Sensational kreist und Kool Keiths Alter Ego Dr. Octagon als Superheld mit Warp-Geschwindigkeit unterwegs ist.

Seine Beats bastelt Butler aus kleinsten Versatzstücken, die zunächst rumpeln wie eine Sojus II-Rakete beim Start und trotzdem jedesmal souverän abheben, um die Erdumlaufbahn zu verlassen. Dabei erzählt Butler die Geschichte der Alienation der Afroamerikaner auf seine Art und fügt ihr eins der ersten wichtigen Kapitel der 10er Jahre hinzu. „Black Up“ funktioniert aber auch ganz ohne theoretischen Überbau als kopfnickende Bekräftigung, dass Hip-Hop immer noch da ist, wo (ganz weit) vorne ist.

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