Beauty & The Beats

She-Raw - Beauty & The Beats

Redaktionswertung: 
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mittelmäßig
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Steglitz Lauren Hill? Nicht ganz!
Ob es einem gefällt oder nicht: HipHop-Deutschland wird von Berlin aus regiert, fast ausnahmslos von Männern, Gangsterphantasien und im „Ich bin der Härteste“-Style. Mit She-Raw mischt jetzt endlich die erste weibliche Stimme mit.

Aus Steglitz stammt She-Raw, Tochter eines Amerikaners und einer Deutschen, sie puncht Battleraplines ebenso leichtfüßig wie soulige Gesangsmelodien. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, die sie auf „24 Hours“ oder „Fresh“ am Mikro unterstützen, singt und rappt She-Raw in Englisch. Über die Features von Bass Sultan Hengzt, G.o.d.silla oder Serk breite man schnellstmöglich den Mantel des Schweigens. Offensichtlich schüchtert die Genannten das große Talent Amanda Murrays so sehr ein, dass sie sich nur mit unflätigsten „Ich fick dich, Du Nutte“-Lines zu helfen wissen und versuchen She-Raw zurück in den Background zu drängen. Doch She-Raw ist immer dann groß in Form, wenn sie sich nicht auf die Zuarbeit ihrer Kollegen verlässt, und ihre Geschichten erzählt. Egal ob sie im aggressiven Battlerap-Style die Männer zurecht stutz wie in „Don´t tell her“ oder sich als Souldiva falsche Einflussnahme verbietet („You can´t tell“), die Produktion und die Beats ihres Debüts können mit ihrer Energie und Power zumeist nicht mithalten. (fs)

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