Album

Port Entropy

Shugo Tokumaru - Port Entropy

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Traumsoundland Japan

Es ist bereits das vierte Album dieses in Tokyo geborenen Singer/Songwriters, für die meisten Musikhörer hierzulande kommt das allerdings einer Debüterfahrung gleich. Indiepop auf Japanisch - und schillernd leicht, trotz mächtiger Fülle.

Als Gitarrist in einer Punkband machte Shugo Tokumaru seine ersten musikalischen Gehversuche, merkte aber alsbald, dass er auf diesem musikalischen Spielfeld nicht zuhause ist. Deshalb nahm er für sich allein Demos auf, die viel ruhiger und poppiger klangen, als es der Punk je zugelassen hätte. Und schwupps, schon veröffentlichte ein kleines Indielabel aus New York sein Debüt "Night Piece". Dies ist mittlerweile sechs Jahre alt.

Heute scharrt der schmächtige Junge viele Instrumente auf seinem aktuellen Promobild um sich. Und genauso zurückhaltend und unaufdringlich wie er auf diesem Bild wirkt, so sanft und behände bedient er all diese Geräte auf seinem neusten Album "Port Entropy". Die Akustikgitarre wird begleitet von einer subtil agierenden Armada wilder Instrumente wie der Flöte, dem Xylofon und einem beschwingten Schlagzeug. Leichtfüßig und harmoniebeduselt schländert Tokumaru durch komplexe Texturen wie durch eine Traumsoundlandschaft.

Es zwitschert, es raschelt und bimmelt. Und: man singt Japanisch! Das erinnert an James Yuill ohne Elektronika, klingt wie Beirut nur weitaus peppiger oder Jonsi auf Japanisch eben. Ein bunt schillerndes, fantasievolles Poptreiben, das man dem gern subtil und zweimal hinhörenden Ohr doch wärmstens ans Herz legen kann.

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