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Darkroom Dubs Vol.3

Silicone Soul - Darkroom Dubs Vol.3

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Mehr Seele, weniger Silikon

One-Hit Wonder gibt es überall. Anders als in den Charts lässt sich im DJ-Zirkus auf einem Hit aber eine lange Karriere aufbauen. „Right On“ heißt der Hit von Silicone Soul, den bis heute jeder kennt. Dabei ist die Nummer 13 Jahre alt und Graeme Reedies und Craig Morrison feiern mit dem zehnjährigen Bestehen ihres Labels „Darkroom Dubs“ auch die Tatsache, sich musikalisch entwickelt zu haben.

Silicone Soul standen 2000 für eine sehr britische Schau auf House. Jeder Track musste nicht nur im heimischen Nieselregen funktionieren, sondern auch in den Urlaubsdomizilen feierwilliger Engländer rund ums Mittelmeer. Dass dabei Subtilität auf der Strecke bleibt, versteht sich von selbst. Umso überraschender ist, wie weit sich Silicone Soul inzwischen davon entfernt haben.

Mit der ganzen Erfahrung ihrer mehr als 15 Jahre on the road wissen Silicone Soul blind, wie man ein Set mit einem ordentlichen Spannungsbogen aufbaut. Nach Sommer, Sonne, Ibiza klingt in ihrem Mix aber nichts. Schon eher, wie der Name ihres Labels andeutet, nach kleinen, schwitzigen und schlecht beleuchteten Clubs, in denen die DJ-Kanzel gerade Platz genug für zwei Djs bietet.

Gemeinsam mit den Künstlern ihres Mutterlabels Soma haben Silicone Soul im letzten Jahrzehnt dazu beigetragen, UK-House zu entstauben, ihm seine Silikonbrüste und aufgespritzten Lippen zu nehmen und mit deutlich weniger Plastik auszukommen. Aus den vielen guten Tracks auf „Darkroom Dubs Vol. 3“ sticht dabei ein alter Bekannter heraus: Robag Wruhme liefert in seinem Remix für Extrawelt Jenaer Wertarbeit mit den für ihn typischen lautmalerischen Grooves.

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