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Ein Schritt vor

Silvester - Ein Schritt vor

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
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sehr schön
herausragend
Klare Pop-Poesie

Sucht man im allwissenden Netz nach "Silvester", werden zuoberst unzählige Partyangebote zum Jahreswechsel ausgespuckt. Das hat wenig mit Musik zu tun. Will man die so benannte Band aus Hamburg hingegen finden, muss man die Suchmaschine noch mit zwei weiteren Worten füttern: Naima Husseini.

Die 27-Jährige ist kreativer Dreh- und Angelpunkt dieser Band mit dem "unvorteilhaften" Namen. Kunst hat Naima mal studiert, sie wollte Malerin werden. Aber Musik ist dann doch vielleicht vielseitiger, ausdrucksstärker oder eben auch lukrativer, wenn man weiß, was gut ankommt. Und Naima weiß das. Mit ein paar Leuten, die sie in ominösen Pop-Kursen an der Musikhochschule kennenlernte, gründete sie vor einem Jahr ihre Band Silvester, um ihr Wissen in klare Poptöne und deutliche Poesie zu packen.

"Ein Schritt vor" erzählt mal verträumt und mal vernünftig von den Höhen und Tiefen eines Teenagerlebens. In den guten Momenten fühlt man sich an die alten Holofernes-Highlights, die Hits der Mias, Julis und Paulas erinnert, in schlechten Zeiten hingegen hört man leider Rosenstolz. Aber das vergeht und wird schnell auch mal durch Referenzen aus anderen Gefilden verdrängt, wenn Phoenix oder Kate Nash durchschimmern. Für ein Debüt innerhalb jener deutschsprachigen Popsparte ist "Ein Schritt vor" ein vielseitiges und eigenständiges Album geworden, auch wenn die eine oder andere Idee etwas zu gewollt auf den Poppunkt getrimmt und manchmal zu viel Gewicht in die leichten Worte gelegt wird. Aber nichtsdestotrotz: Von Naima Husseini wird man noch einiges hören.

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