Album

Kissing

Sin - Kissing

Redaktionswertung: 
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Trip Hop aus Wien

Slow - Motion - Trip Hop made in Austria. SIN waren damit vor über zehn Jahren einer der ersten Helden überhaupt, die nicht aus Großbritannien kamen und dürften in der Biographie einer heutigen Downbeatlegende eine wichtige Station gewesen sein.

Massive Attack konnten Anfang der Neunziger mit ihrem Trip Hop die Welt erstaunen, während etwa zur gleichen Zeit ein Trio namens SIN in Wien ihre eigene Definition dieses Sounds offenbarte, ohne auf den „Bristolstyle“ direkt einzugehen. In den ersten Jahren war neben Mona Moore und Andy Orel auch Richard Dorfmeister bei SIN aktiv, ehe er mit Peter Kruder und dem G-Stone Label den Downbeat weltweit salon – und loungefähig machte. Das war 1993, seitdem sind SIN ein Duo und haben zwei Alben, einige Singles, sowie ein Remixalbum veröffentlicht. Anders als die großen Trip Hop Pioniere aus Großbritannien, spielt bei SIN der Glam eine nicht unbedeutende Rolle. Langsame, düstere Popsongs, die speziell durch den lasziven Gesang und das Artwork der Band mit einem Porno – Fetish – Touch kokettieren, der wohl irgendwo zwischen Selbstironie und Erotik, Trash und ernstgemeinter Melancholie oder Trip Hop und Dark Wave zu sehen ist, jedoch Klischees weitestgehend vermeidet. „And I Sigh“ ist die aktuelle Single, deren Remixe ebenfalls heruntergeladen werden können und das sollte man durchaus in Erwägung ziehen. (jw)

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