Skinnerbox
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Claude 9 |
23.11.2009
Im Inneren der Skinnerbox
Obwohl Skinnerbox aus dem Dunstkreis der Bar 25 kommen, ist ihre Musik alles andere als verpeilter Afterhour-Minimal. Stattdessen gibt es Moog-Synthesizer und schräge Electronics von zwei Vollblutmusikern, die mit "Kings of Spades and Marmelades" ein aufregendes Electronica-Album gemacht haben.
Mit den ersten Tracks ihres Debütalbums testen Olaf Hilgenfeld, der Mann am Moog, und Iftah Gabbai, der Mann an der Hardware, das Durchhaltevermögen ihrer Hörer. Schmeißen einem nur kleine, abgehackte Bröckchen von dem hin, was dieses Album auszeichnet: Irre Beats, deepe Basslines, aberwitzige Breaks und ein tiefes Verständnis für Funk. Aber spätestens mit "Hotel Towels" öffnen Hilgenfeld und Gabbai ihre Skinnerbox und drehen einen Gang höher.
Irgendwo zwischen Boards of Canada, Squarepusher und Prince liegt ihr einzigartiger Sound. Der Moog ist omnipräsent, singt ein Hohelied auf die analoge Technik, der sich die beiden passionierten Bastler und DIY-Elektroniker mit Haut und Haaren verschrieben haben (In ihrem Blog geben sie u.a Tipps zum Bau einer Drummachine). Dabei sind ihre Tracks so reduziert, dass sie jederzeit live reproduzierbar sind, ohne das ein kickendes Element in ihrem vollfetten Synthiefunk fehlen würde. Man kann das Jazz nennen. Damit würde man Skinnerbox aber ihre unbedingte Tanzbarkeit abstreiten, die den letzten Kick gibt.
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