Private Cinema

Slaraffenland - Private Cinema

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Jenseits jeder Schublade
Um es vorweg zu nehmen: Wirklich einfach konsumierbar ist der Sound der dänischen Band Slaraffenland nicht. Es braucht Zeit bis sich die Vielschichtigkeit und Schönheit ihrer Musik entfaltet.

In Dänemark hat sich die Band aus Kopenhagen bereits eine große Fangemeinde erspielt, richtig entdeckt aber wurde sie auf dem diesjährigen SXSW-Festival in Austin/Texas. Folgerichtig erscheint ihr Album "Private Cinema" auf dem amerikanischen Label Hometapes, welches für seinen guten Riecher bekannt ist. In Europa wird das das Album über das dänische Label Rumraket zu bekommen sein. Slaraffenland passen in keine der üblichen Rezensenten-Schubladen. Hört man "Private Cinema" das erste Mal bleibt man zunächst etwas ratlos zurück. Wie kleine Monumente stehen die 11 Songs im Nichts. Schon eine Beschreibung der Instrumentierung birgt Schwierigkeiten. Sicherlich, die klassischen Rockinstrumente Gitarre, Bass und Schlagzeug sind vorhanden und bilden das Fundament des Bandsounds, doch immer wieder setzen Saxophone oder Posaune eigene Akzente. Überhaupt spielen jazzige Experimente eine prägende Rolle. Gekoppelt mit spielerischer Elektronika und Post-Rock-Strukturen ergibt sich ein Sound, der diese Band im Moment einmalig machen dürfte. Das klingt oft so wunderschön schräg, als hätten die belgischen Art-Rocker Deus die Finger im Spiel. Ein dänischer Rezensent packte das Phänomen in folgende knappe Worte: Radiohead covern Sonic Youth. Das ist insofern richtig als Slaraffenland ihre vertrackten Stücke mit unglaublicher Verspieltheit und Experimentierfreude koppeln. Der Download "Watch Out" ist übrigens im Album-Kontext ein zugängliches, klar strukturiertes Stück. Also nicht täuschen lassen. Der Rest des Albums fordert den Hörer stärker, belohnt dafür aber mit immer wieder neuen Hörerlebnissen und entwickelt einen ungeahnten Sog. Diese Platte kann man sicherlich hundertmal auflegen und immer noch Neues entdecken. (cw)

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