Divide & Exit

Sleaford Mods - Divide & Exit

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Misanthropie olé

Ein Blick auf ihre Fotos genügt, um zu wissen, dass man von den Sleaford Mods keinen Kuschelrock erwarten darf. Ihr Blick ist herausfordernd, arrogant und aggressiv. Hier sind zwei Typen am Werk, die ihren Hass auf schlecht bezahlte Jobs, nervige Nachbarn und ein beschissenes System schnell und mit einfachen Mitteln los werden müssen.

„Divide & Exit“ ist eine 40-minütige Hasstirade. Zu einfachen Loops, die im Wesentlichen auf einem Drumbeat und ein paar punkigen Basslines bestehen, bekommt jeder sein Fett ab – sich selbst nehmen die beiden Sleaford Mods dabei nicht aus.

Jason Williamson, Texter und Frontmann des Duos, verfügt über eine erstaunliche Kondition, seine Antwort auf die Frage „Wohin mit dem Hass?“ lautet immer: „Raus, raus, raus!“. Williamson schwankt in seinem atemlosen Vortrag zwischen der misslaunigen Diktion Mark E. Smiths und dem Zungenschlag Mike Skinners, der wie die Sleaford Mods aus Mittelengland stammt.

Sleaford Mods - Divide & Exit

„Divide & Exit“ ist eine Pflichtveranstaltung für alle Misanthropen, Munition für Diskussionen, die nur ein Ziel haben: Auf dem eigenen Standpunkt zu beharren und alles andere für unsäglichen Unsinn zu erklären. Damit sind die Sleaford Mods gefährlich nah an der Diskussionskultur des Internet, gegen das sie in „Tweet Tweet Tweet“ ätzen. Wie sie diese Haltung verpacken, ist allerdings große Kunst, die den Dialog fordert und fördert. Die Sleaford Mods mögen ignorant sein, aber Arschlöcher sind sie definitiv nicht!

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