Growing

Sleeping People - Growing

Redaktionswertung: 
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herausragend
Ein Angriff ohne Worte
Schnarchnasen sind diese vier Gestalten aus San Diego eher weniger. Sleeping People sind unscheinbare, aber aufgeweckte Herrschaften, die es verstehen, wortlos Akzente zu setzen. Langweilig wird das hier nie.

Auf den Tangenten zu 31 Knots, Shipping News, Battles oder Antelope kann man Sleeping People auszugsweise hin und wieder antreffen, wenn auch nur äußerst selten. Denn was die drei Herren und die eine Dame hier machen ist letztlich mathematisch angehauchter Postrock, der selbst nach dessen Ableben noch vor Lebendigkeit strotzt und eigenständig überzeugt.

Gegründet haben sich Sleeping People 2002 als ein Trio aus Gitarre, Gitarre und Drums bestehend. Ein Jahr später wuchsen sie zu einem Quartett mit Bass heran und veröffentlichten 2005 ihr selbstbetiteltes Debüt. Danach stand das Quartett aber wieder zu dritt im Proberaum, denn die Frau, um die sich hier alles dreht, verließ die Band. Glücklicherweise kehrte Gitarristin Joilah Maddock aber auch so schnell zurück, wie sie einst fort war. Album Nummer zwei konnte also in Angriff genommen werden.

Und so klingt „Growing“ dann auch nach angriffslustigem Postrock mit gut kaschierten Metallparts, der ungeniert und ohne große Gesten, dafür aber mit viel Kraft und Inhalten ausgestattet ist. Mal sind Sleeping People wie ein zerstörerischer Berserker am Werk, mal wie eine hinterlistige Schlange, die umgarnt und giftig zupackt. Kontrolliert wild, unkontrolliert leidenschaftlich, treibend, dreschend und tosend. All das ist und steckt in „Growing“ und dem hier vorgestellten Albumtrack „Yellow Guy / Pink Eye“.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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